14.03.2019 - 19:32 Uhr
VilseckOberpfalz

BLLV: Bildung gibt's nicht zum Nulltarif

Acht langjährige Mitglieder des Vilsecker Kreisverbands des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) haben die beiden Bezirksvorsitzenden Ursula Schroll und Albert Schindlbeck in der Kreisversammlung geehrt.

Die Geehrten des BLLV-Kreisverbandes Vilseck (hinten, von links) Konrad Köppl, Arthur Schriml, Vorsitzende Edith Ruppert-Groher, Herbert Hoffmann und Reinhold Gleißl sowie (vorne, von links) Irmgard Rosenblatt, Anna Metz, die Bezirksvorsitzenden Ursula Schroll und Albert Schindlbeck sowie Zweite Vorsitzende Barbara Ströll-Seegerer.
von Autor KHGProfil

Dabei wurde deutlich: Aus dem Verein, der bei der Gründung im Jahr 1864 etwa 200 Mitglieder zählte, ist ein Verband mit über 60000 Mitgliedern geworden. Kreisvorsitzende Edith Ruppert-Groher berichtete im Gasthof Roter Hahn von den Aktivitäten des Kreisverbandes, die meisten gemeinsam mit dem Nachbarkreisverband Sulzbach-Rosenberg.

Ursula Schroll ging auf die Verbandssituation in Bayern ein. Lehrer müssten gerade heute dazu beitragen, dass demokratische Regeln, Anstand, Stil und Würde unser Weltbild und unser Leben bestimmen. Dazu gehöre, seine Überzeugung klar auszusprechen, wie es der BLLV in seinem Manifest "Haltung zählt" dargelegt habe. Lehrer stünden vor großen Herausforderungen. Schroll ging auf die "Big Five" des Schulalltags ein: Inklusion, Integration, Ganztag, individuelle Förderung und Digitalisierung. Um diese zu erreichen, seien finanzielle Mittel, vor allem aber mehr Personal nötig, denn: "Bildung kann man nicht zum Nulltarif bekommen." Trotz aller Belastung sei die Motivation riesig. Laut einer Umfrage gehen 95 Prozent der Lehrer gerne ihrer Arbeit nach und lieben ihren Beruf. Gleichzeitig fühlen sich aber 90 Prozent nicht genügend unterstützt und überfordert. Der BLLV werde sich weiterhin für Verbesserungen einsetzen.

Im Blickpunkt:

Abschied von zwei langjährigen Vorsitzenden

BLLV-Bezirksvorsitzenden Ursula Schroll und Albert Schindlbeck sowie Kreisvorsitzende Edith Ruppert-Groher würdigten einige Mitglieder für langjährige Treue: Bruno Brandel und Konrad Köppl gehören 55 Jahre dem Verband an, Reinhold Gleißl 50, Herbert Hoffmann, Anna Metz, Karl-Heinz Ringler und Irmgard Rosenblatt 45 und Arthur Schriml 40 Jahre. Schindlbeck und Schroll überreichten Urkunden und Präsente.

Zwei Mitgliedern wurde eine besondere Ehrung zuteil. Barbara Ströll-Seegerer ist seit 17 Jahren Zweite Vorsitzende des Kreisverbandes Vilseck und stets bereit, Aufgaben zu übernehmen. Sie wurde mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet.

Anna Metz ist seit 37 Jahren im Vorstand tätig, 28 Jahre als Schriftführerin. Von 2006 bis 2015 leitete sie den Kreisverband als Vorsitzende. Nach ihrer Pensionierung stellte sie ein umfangreiches Archiv für den Bezirksverband zusammen. Sie erhielt die Ehrennadel in Gold.

Am Ende verabschiedete sich der Kreisverband von Ursula Schroll und Albert Schindlbeck: Beide kandidieren bei den nächsten Wahlen nicht mehr als Bezirksvorsitzende. Edith Ruppert-Groher zeigte deren Verdienste auf.

Schindlbeck war lange Jahre Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Junglehrer und ist seit 1992 stellvertretender Vorsitzender im Bezirk Oberpfalz. Besonders seien seine Verdienste im Bezirkspersonalrat zu würdigen, dem er seit 1990 angehört und dessen Vorsitzender er seit 2008 ist.

Schroll gehört seit 1983 dem Bezirksvorstand an. Sie wurde 1992 zur Vorsitzenden gewählt und scheute sich nie, in klaren Worten Missverhältnisse auszusprechen. Beiden dankte Ruppert-Groher für ihre Tätigkeit und die zahlreichen Besuche bei Ehrungen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.