13.02.2020 - 11:42 Uhr
VilseckOberpfalz

CSU Vilseck hält Pflegestützpunkt in Stadt für wünschenswert

Pflegende Angehörige brauchen mehr Unterstützung. Der Meinung sind die CSU-Ortsverbände aus dem Vilseck und hatten zu einem Themen-Brunch eingeladen. Die Veranstaltung stieß auf sehr großes Ineteresse.

Stefan Schertl (links) und Markus Graf bedanken sich bei Kornelia Schmid vom Verein "Pflegende Angehörige" mit einem Blumenstrauß und einer Spende.
von Autor CTProfil

Unter dem Motto „Nur wenn es den Pflegenden gut geht, kann es auch den Pflegebedürftigen gut gehen“ gab Kornelia Schmid aus Amberg, die Gründerin und Vorsitzende des Vereins "Pflegende Angehörige", im ehemaligen Pflegschloss in Vilseck einen Einblick in ihre persönliche Pflegeaufgabe und stellte vor allem die Aufgaben und Ziele des Vereins vor. 

Angesichts rasant steigender Zahlen von Pflegebedürftigen und zunehmend fehlender Pflegekräfte wird nach ihren Worten die Pflege in Deutschland mehr und mehr zum "Glückssystem". Glücklich schätzen könne sich dabei vor allem ein Pflegebedürftiger, der von einem privaten Netz aus Familienangehörigen, Verwandten und Nachbarn aufgefangen werde, sagte sie. Aber oft gehe diese private Hilfe über die Kräfte der Pflegenden oder es fehle ihnen an der nötigen Unterstützung und Entlastung, weil sie nicht wüssten, was es an Hilfe und Unterstützungsmöglichkeiten gebe. Der Verein "Pflegende Angehörige" sehe sich als Selbsthilfe- und Informationsplattform, der die Bedürfnisse und Probleme der pflegenden Angehörigen ernst nehme und sammle, Rat und Hilfe anbiete. Vor allem aber wolle man Brücken bauen zur Politik und den zuständigen Stellen, damit nicht mehr nur über, sondern zunehmend mit den pflegenden Angehörigen gesprochen werde. Man sei durchaus stolz, dass man inzwischen von den Medien und der Politik gehört und um Rat gefragt werde. "Die pflegenden Angehörigen sind der größte Pflegedienst Deutschlands, ohne den das ganze System zusammenbrechen würde", betonte sie. Dieser Idealismus und die selbstverständliche Hilfsbereitschaft dürften aber nicht überstrapaziert, sondern müssten unterstützt werden. Es sei unverständlich, dass angesichts des Pflegenotstands von staatlicher Seite nicht mehr Geld für diese private Pflege in die Hand genommen werde. Das Bemühen der örtlichen CSU, einen unabhängigen und kostenlosen Pflegestützpunkt oder zumindest eine Außenstelle nach Vilseck zu bekommen, könne sie nur unterstützen, sagte Schmid, gerade auch weil die Oberpfalz diesbezüglich gegenüber anderen Regierungsbezirken und Bundesländern noch sehr rückständig sei.

Wie aktuell das Thema auch in Vilseck ist, zeigten die zahlreichen Fragen und Diskussionsbeiträge im Anschluss an den Vortrag. CSU-Fraktionsvorsitzender Markus Graf übergab Kornelia Schmid eine Spende von 200 Euro für den Verein. Die CSU verwöhnte die Besucher durch ein reichhaltiges Frühstücksbüfett. Die Spenden dafür werden den örtlichen Kindergärten zugutekommen.

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