09.09.2018 - 12:31 Uhr
VilseckOberpfalz

Drei Rathaus-Chefs erlebt

Die eigentliche graue Eminenz in den Amtsstuben der Stadt denkt nicht in Amtsperioden. Sie denkt in einem Berufsleben. Und das ist für Inge Zippe zu Ende gegangen.

Inge Zippe, seit 1985 Vorzimmerdame der Vilsecker Bürgermeister, geht Ende des Monats in den Ruhestand. Offiziell verabschieden sich von ihr Bürgermeister Hans-Martin Schärtl (Zweiter von rechts) sowie seine beiden Stellvertreter Thorsten Grädler (links) und Heinrich Ruppert

Nicht viele Rathausangestellte können von sich behaupten, drei Bürgermeister erlebt zu haben: Rudolf Merkl (bis 1995), Richard Schlicht (bis 2003) und seither Hans-Martin Schertl. Ab 1985 war sie jeweils die sprichwörtliche rechte Hand der Bürgermeister im Vorzimmer, hat viele Wahlen (und Wahlwiederholungen) erlebt, bei rund 400 Stadtratssitzungen Protokoll geführt, hitzige Debatten erlebt, unzählige Veranstaltungen organisiert und eine Unmenge von Terminen koordiniert.

Im alltäglichen Leben nahezu unverzichtbar berichtete sie unter dem Kürzel "zip" für die Amberger Zeitung über die Kleinigkeiten in einer Kleinstadt, über Geburtstage und Jubiläen. Ende des Monats geht die Rathausmitarbeiterin mit Inventarcharakter in den Ruhestand und wurde nun ganz offiziell von Bürgermeister Hans-Martin Schertl verabschiedet. Neben vielen Worten des Dankes gab es ihre Lieblingsblume, eine Orchidee.

Ihre berufliche Tätigkeit begann Inge Zippe am 1. September 1972 mit einer Ausbildung zur Regierungsassistenen-Anwärterin beim Landratsamt Amberg-Sulzbach. Danach war sie noch zwei Jahre bei der Kreisverwaltung tätig, bevor sie zum 1. September 1976 in die Dienste der Stadt Vilseck trat. "Seit 1985 warst Du Sekretärin im Vorzimmer der Bürgermeister und an den Schalthebeln der Macht", stets verlässlich und gewissenhaft lobte der Rathaus-Chef seine rechte Hand.

Auch nach Ende September und im Ruhestand werde für ihn und die langjährigen Kollegen Inge Zippe stets ein gerngesehener Gast sein, betonte Schertl, während die künftige Ruheständlerin unterstrich, dass es ihr all die Jahre stets gut gefallen habe im Rathaus. Gerne schaue sie einmal auf einen kurzen Sprung vorbei, wenn es ihre künftige Haupt-Nebenbeschäftigung zulasse: Enkel.

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