22.05.2018 - 15:30 Uhr
VilseckOberpfalz

Pilgern aus Vilseck, Sorghof und Kaltenbrunn ziehen nach Gößweinstein Vom Geist der Wallfahrt inspiriert

Dieses festliche Amt in der Basilika Gößweinstein wird den Pilgern aus Vilseck, Sorghof und Kaltenbrunn noch lange in guter Erinnerung bleiben. Die Gläubigen hörten als Erstaufführung des Projektchores der Pfarreiengemeinschaft Vilseck und Umgebung die Messe in G von Christopher Tambling.

Die geehrten Wallfahrer vor dem Altarbild der Herz-Jesu-Kirche Sorghof (von links): Vorbeter Otto Sertl, Pilgerführer Manuel Plößner, Meta Jitschin, Alexander Jitschin, Susanne Plößner, Bildträger Benedikt Schaaf (verdeckt), Wolfgang Plößner und Hans-Jürgen Ulrich (Holzhammer). Bild: er
von Autor ERProfil

Vilseck/Sorghof. Der etwa 120 Musiker und Sänger aus Vilseck, Schlicht, Freihung, Thansüß, Kürmreuth, Gebenbach, Ursulapoppenricht und Sorghof umfassende Klangkörper gestaltete das Wallfahrtsamt mit festlicher Musik.

Den stimmgewaltigen vierstimmigen Chor, die Bläser, Streicher und Pauke dirigierte Gerhard Kraus. Mit an Bord waren dabei Mitglieder der Marktbläser Hahnbach und der Musikschule Grafenwöhr, organisiert von Benno Englhart, und das Streichorchester, zusammengestellt von Franziska Rosemann.

Die Messe in G des englischen Komponisten Christopher Tambling (1964 bis 2015) stellte hohe Ansprüche an alle Beteiligten. Dem in allen Stimmlagen ausgezeichnet besetzten Projektchor gelang eine glanzvolle und rhythmisch präzise Interpretation. Zum guten Gesamteindruck trugen die Orgel (Gerhard Baierl), die Co-Dirigenten Hermann Hänsch und Franz Winkelmann und das Streicherensemble der Geschwister Rosemann bei.

Bei Gloria, Halleluja und Sanctus unterstützten die Gottesdienstbesucher den Chor gesanglich. Das Hochamt erreichte seinen Höhepunkt, als die Mezzo-Sopranistin Eleonor Nemeth-Patton mit ihrer ausdrucksvollen Stimme das "Lascia Chio pianga" und das "Ombra mai fu" von Georg Friedrich Händel als Solistin vortrug.

Chorleiter Gerhard Kraus bedankte sich bei allen Mitwirkenden: "Es war jede Minute wert, mit euch zusammen dieses Werk einzustudieren und vor Gott und der Gemeinde aufzuführen." Die Sammlung für den herzkranken Jungen Basti erbrachte die stolze Summe von 1681,50 Euro.

90 Gläubige beteiligten sich nach Angaben von Pilgerleiter Manuel Plößner an der traditionsreichen Fußwallfahrt zum Gnadenbild der Heiligsten Dreifaltigkeit in Gößweinstein. Singend und betend gingen die Wallfahrer bei idealem Wetter durch die Fluren, Wälder und Dörfer der Fränkischen Schweiz. Unter Glockengeläute zog die Pilgergruppe zur Mittagsstunde in die Basilika Gößweinstein ein. Am Nachmittag nutzten viele Gläubige die Beichtgelegenheiten und beteten den Kreuzweg.

Bei der Rückkehr wurde die Gruppe von Angehörigen der Pfarrgemeinde, an deren Spitze Diakon Dieter Gerstacker und die Ministranten, empfangen. Die Abordnung des Musikvereins Vilseck intonierte das Dreifaltigkeitslied, in das die Gläubigen einstimmten. Bei der kurzen Dankandacht wurden Wallfahrer für langjährige Treue geehrt.

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