10.07.2018 - 14:29 Uhr
VilseckOberpfalz

Ideologische Scheuklappen?

Dass das Projekt ,Jung kauft Alt' von manchem FW-Stadtrat abgelehnt wird, hat laut Junger Union zwei mögliche Gründe. "Entweder haben sie ideologische Scheuklappen oder Angst einzugestehen, dass auch die CSU gute Sachen bringen kann.“

Die Stadträte Markus Graf und Peter Lehner (rechts) erklären den Mitgliedern der Jungen Union das Programm „Jung kauft Alt“ und ein neues Fassadenprogramm.

(exb) Der Vilsecker JU-Ortsvorsitzende Jonas Dittrich eröffnete einen Ortstermin zum Thema „Wohnen in Vilseck“, an dem CSU-Fraktionsvorsitzender Markus Graf und Stadtrat Peter Lehner teilnahmen. Lehner hatte Ende 2016 das bereits in mehreren Kommunen erfolgreich eingesetzte Programm „Jung kauft Alt“ für die Stadt Vilseck ins Spiel gebracht. Es soll für Familien einen Anreiz schaffen, alte leerstehende Häuser zu erwerben. Dieses Projekt sei im Stadtrat und von Bürgermeister Hans-Martin Schertl immer wieder vertagt, die CSU auf einen Arbeitskreis vertröstet worden, sagte Peter Lehner.

Des Weiteren stellte der Stadtrat ein neues Fassadenprogramm vor. Hier bekämen Hauseigentümer eine Förderung von bis zu 10000 Euro pro Förderbereich, wenn sie ein über 50 Jahre altes Haus sanieren. Laut Lehner ergeben sich zwei Vorteile: Zum einen würde dieses Programm für die ganze Großgemeinde gelten, zum anderen würde es das Bild der Stadt aufpolieren. Und hinzu komme: „Das Baukindergeld wird auch genehmigt, wenn eine Familie ein sanierungsbedürftiges Haus erwirbt und es bewohnt.“

Die Mitglieder der Jungen Union lobten die Bemühungen der CSU-Fraktion, stellten aber auch Forderungen. Julian Götz wünschte sich mehr Unterstützung für junge Paare, die sich mit einem neuen Eigenheim auf eigene Beine stellen wollen. Hier sollte auch ein Förderprogramm möglich sein. Stellvertretender Ortsvorsitzender Tobias Meidinger mahnte an, endlich einen Leerstandskataster einzuführen. Andreas Weiß forderte ein entschiedenes Engagement, um Vilseck zu beleben. Fraktionsvorsitzender Markus Graf war der Meinung, dass die Freien Wähler dem Programm generell nicht abgeneigt seien, es aber nicht mit genug Nachdruck verfolgen werde. Hier könnte man durchaus zügiger vorgehen.

Weiteres Thema war die Fertigstellung des Bauhofs. Der Fraktionsvorsitzende zeigte sich irritiert über die jüngsten Aussagen des 3. Bürgermeisters: „Was Heinrich Ruppert hier von sich gegeben hat, stimmt so nicht.“ Mit dem Fraktionskollegen Ludwig Pröls habe man einen anerkannten Bau-Fachmann mit über 30-jähriger Berufserfahrung im Gremium, auf dessen Expertise zu wenig gehört worden sei. Daher sei der Vorwurf des Taktierens völlig haltlos. Stadtrat Lehner ergänzte: „Es ist zwar schon zwei Jahre her, aber die CSU-Fraktion hat damals den Haushalt geschlossen abgelehnt, gerade wegen der Darlehensaufnahme für den Bauhof.“

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