12.11.2019 - 14:33 Uhr
VilseckOberpfalz

Junge Union Vilseck bei der Stadtratswahl 2020 mit eigener Liste

„2013 gab es die Junge Union Vilseck noch gar nicht. Sechs Jahre später stellen wir eine eigene Stadtratsliste auf." Dies zeigt laut Vorsitzendem Jonas Dittrich, dass die JU keine Eintagsfliege, sondern eine jugendpolitische Konstante ist.

Die Kandidaten der Jungen Union Vilseck für die Stadtratswahl 2020 mit Ortsvorsitzendem Jonas Dittrich (vorn, Dritter von rechts) an der Spitze. Ihnen gratulieren (von links) JU-Kreisvorsitzender Henner Wasmuth und CSU-Fraktionsvorsitzender Markus Graf.
von Autor CTProfil

Eine positive Bilanz zog Dittrich, als die CSU-Nachwuchsorganisation im Hotel Angerer ihre Stadtratsliste aufstellte. Der Ortsvorsitzende ging auf die Leitlinien und Visionen seiner Gruppierung ein. Als ganz wichtigen Punkt sehe man einen neuen Stil des Umgangs im Stadtrat an. Dittrich störte sich daran, wie manche Stadträte den Begriff „konstruktive Zusammenarbeit“ benutzten. Die JU verstehe darunter nicht das bloße Handheben zum Zustimmen, sondern den Austausch überzeugender Argumente. „Wenn ein Stadtrat bei einem Vorhaben Einspruch erhebt, weil er aufgrund seiner beruflichen Erfahrung skeptisch ist, dann ist das kein Verbrechen, sondern demokratisch und absolut legitim“, betonte er Auch auf die Gewerbeansiedlung und den Kampf gegen den Leerstand von Wohnungen in den Ortskernen ging Dittrich ein, elementar wichtige Punkte für die jungen Leute: „Nur wenn es der jungen Generation gut geht, geht es auch Vilseck in Zukunft gut.“

Bei der Nominierung der Kandidaten für die Stadtratswahl wurde der vorgelegte Listenvorschlag einstimmig angenommen. Die Bewerber im Einzelnen: 1. Jonas Dittrich, 2. Tobias Meidinger, 3. Monika Ertl, 4. Thomas Hüttner, 5. Thomas Specht, 6. Marco Freitag, 7. Fabian Zeilmann, 8. Felix Willax, 9. Patrick Merkl, 10. Stefan Wiesgickl, 11. Stefan Wölker, 12. Michael Gradl, 13. Eva-Katharina Müller, 14. Alexander Merkl, 15. Josef Trummer, 16. Sebastian Maul, 17. Fabian Rauschert, 18. Manuel Wiendl, 19. Maximilian Spalt, 20. Bettina Götz.

CSU-Fraktionsvorsitzender Markus Graf begrüßte die Teilnahme von Bürgermeister Hans-Martin Schertl an der Versammlung. Dies zeige seine Anerkennung für das politische Engagement der jungen Menschen. Gleichzeitig äußerte sich Graf enttäuscht, dass die Fraktion des Freie Wähler-Einheitsblocks, die seit Jahren die Jugendbeauftragte stelle, trotz Einladung nicht teilnehme, weil ein Vertreter dies als unangemessen empfinde. Einen Rat wollte Graf der jungen Liste doch mitgeben: „In der Politik ist es wie in einer guten Ehe. Man darf sich in der Sache streiten und diskutieren und auch mit unterschiedlichen Meinungen auseinander gehen. Aber man darf nie den persönlichen Respekt verlieren.“

Bürgermeister Hans-Martin Schertl wertete die Einladung seiner Wählergruppierung als Zeichen für den gegenseitigen Respekt. Er zollte der JU auch Anerkennung, 20 junge Kandidaten gefunden zu haben und meinte: „Frischer Wind ist immer gut.“

JU-Kreisvorsitzender Henner Wasmuth stimmte Schertls und Grafs Appell für gegenseitigen Respekt zu. In Hinblick auf die Situation im Landkreis zeigte sich der Kreisvorsitzende stolz: Nach der Stadtratsnominierung in Sulzbach-Rosenberg habe der Kreisverband eine eigene Kreistagsliste mit 60 jungen Kandidaten aufgestellt. Dass jetzt auch noch der Ortsverband in Vilseck eine Stadtratsliste vorlege, beweise, dass die JU die größte und stärkste jugendpolitische Organisation im Landkreis sei. Es gelte nun, "das derzeitige Feuer zu bewahren und im Vorfeld der anstehenden Kommunalwahlen richtig zum Brennen zu bringen".

Die Kandidaten der JU Vilseck für die kommende Stadtratswahl; links Kreisvorsitzender Henner Wasmuth und CSU-Fraktionsvorsitzender Markus Graf und (vorne Dritter von rechts) Ortsvorsitzender und Spitzenkandidat Jonas Dittrich.
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