22.04.2019 - 13:30 Uhr
VilseckOberpfalz

OGV Sigl: "Artenvielfalt geht alle an"

Ein "heißes Eisen" ist für Vorsitzenden des OGV Sigl, Armin Heuberger, das Volksbegehren zur Erhaltung der Artenvielfalt. In der Pflicht sieht er nicht nur die Landwirte, sondern auch alle, die Gärten haben.

Vorsitzender Armin Heuberger (Mitte) und 3. Bürgermeister Heinrich Ruppert (rechts) ehrten Josef Härtl aus Hohenzant für 25-jährige Vereinstreue.
von Autor CTProfil

Der Vorsitzende des OGV Sigl ging zunächst auf die Wetterkapriolen und die Obstschwemme im vergangenen Jahr ein. Letztere habe fast zu einer Überlastung der Obstverwertungsanlage in Oberweißenbach geführt. Rund 15 Tonnen Äpfel seien gepresst worden. Bilder zeigte Heuberger vom Ausbuttern, dem Baumschneidekurs bei eisigen Wind und der Maiwanderung bei herrlichstem Wetter.

Das Gartenfest an Fronleichnam bezeichnete Armin Heuberger als Höhepunkt des Vereinsjahres. Sein Dank galt allen Helfern des Festes und den Kuchenspendern. Der Besuch der Landesgartenschau in Würzburg sei auf großes Interesse gestoßen, weshalb der OGV zwei Busse eingesetzt habe. Im vergangenen Jahr organisierte der Obst- und Gartenbauverein erstmals ein Mostfest - mit Apfelmost vom eigenen Apfelsaft, einer schmackhaften Mostsuppe, deftigen Brotzeitbrett'ln und frischem Zwiebel- und Schmandkuchen.

Dem Verein gehören aktuell 165 Mitglieder an, 3. Bürgermeister Heiner Ruppert war bei der Jahreshauptversammlung spontan beigetreten. Ruppert und Pfarrvikar Hruday Madanu würdigten die Arbeit des Vereins gerade für die Pflege der Landschaft, die Erhaltung der Natur und die Verschönerung der Orte. Für 2019 wünschten sie ein erfolgreiches Gartenjahr. Armin Heuberger und Heiner Ruppert zeichneten Doris Weidner, Maria Ernst und Richard Schecklmann für 15-jährige Mitgliedschaft aus. Seit 25 Jahren sind Anna Maulbeck, Stilla Pröls und Josef Härtl im Gartenbauverein. Sie erhielten eine Ehrenurkunde und die Ehrennadel in Bronze beziehungsweise in Silber vom Kreisverband.

Der Vorsitzende klärte die Mitglieder noch über das neue Datenschutzgesetz auf und stellte ihnen das Jahresprogramm für heuer vor. Der Verein wolle weiter daran arbeiten, Kinder und Jugendliche in den Garten, auf die Streuobstwiese und generell in die Natur zu bringen - zumindest zeitweise weg vom Handy und Computer. Als "heißes Eisen" bezeichnete Heuberger das Volksbegehren zur Erhaltung der Artenvielfalt. Nicht nur die Landwirte sollten etwas für Insekten und die Natur unternehmen. Jeder Grundbesitzer könne mit kleinen naturbelassenen Flächen im eigenen Garten zu mehr Lebensraum für Insekten beitragen, betonte der Vorsitzende. Mähroboter, Schotterflächen oder ein Kiesbeet mit Chinaschilf seien eindeutig insekten- und bienenfeindlich. Auch Kommunen könnten ihren Beitrag leisten und nicht jede Straßenböschung mit drei bis vier Schnittbreiten ausmähen.

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