24.11.2019 - 09:42 Uhr
VilseckOberpfalz

Stadtrat Vilseck ebnet Weg für Car-Sharing

Car-Sharing ist ein in größeren Städten bereits weit verbreitetes Modell, bei dem man ein Fahrzeug nicht erwerben muss, sondern es bei Bedarf nutzen kann. Auch der Vilsecker Stadtrat hat dafür ein offenes Ohr.

von Klaus HöglProfil

Um ein solches Projekt umzusetzen, könnte die Kommune mit der Firma Mikar aus Deggendorf einen Kooperationsvertrag abschließen. In der Praxis sieht das wie folgt aus: Das Unternehmen gibt der Stadt eine vierjährige Standortgarantie, wenn die Finanzierung des Fahrzeugs mit Hilfe regionaler Sponsoren sichergestellt ist. Die Firma bietet an, bei örtlichen Betrieben und Partnern auf Akquise zu gehen und um Spendengelder nachzusuchen, mit denen das Fahrzeug gekauft werden kann.

Die Nutzungsgebühren von zum Beispiel 4,90 Euro die Stunde oder 39,99 Euro pro Tag sind vergleichsweise moderat. Die Stadt Vilseck müsste dafür nur einen Kooperationsvertrag unterzeichnen und einen Standort ausweisen. Der Stadtrat war sich in seiner Sitzung in der Hoffnung einig, dass sich genügend örtliche Partner finden, die dieses Vorhaben unterstützen, damit in Vilseck ein solches Car-Sharing-Fahrzeug stationiert wird.

Seit 25 Jahren gibt es die Aktion „Kinder stark machen“, eine Mitmach-Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Deren Ziel: Kinder präventiv auf die (Sucht-)Gefahren von Alkohol, Nikotin und Drogen hinzuweisen. Besonders hervorgetan haben sich da durch vielfache Aktionen unter der Regie des mittlerweile pensionierten Grundschullehrers Karl Grollmisch die Grund- und Mittelschule sowie auch der FV Vilseck. Das war für Bürgermeister Hans-Martin Schertl einer besonderen Erwähnung wert, schließlich hat die Schule auch einen Anerkennungspreis von 1000 Euro erhalten. „Die Auszeichnung ist umso höher einzuschätzen, da das Preisgeld bundesweit nur siebenmal vergeben wurde und unsere Schule sowie der Fußballverein Vilseck als einzige Preisträger aus Bayern kamen“, würdigte das Stadtoberhaupt. Schertl lobte auch das jahrelange Engagement von Karl Heinz Grollmisch für gesundheitliche Aufklärung und Suchtprävention.

In Zusammenarbeit von AOVE und der Hochschule Amberg-Weiden lief ein Projekt zur Optimierung des Energieverbrauchs in öffentlichen Einrichtungen. Daran beteiligt war auch die Stadt Vilseck. Hier wurde untersucht, inwieweit es sinnvoll ist, am Freibad und in der örtlichen Kläranlage Photovoltaikanlagen zu errichten und den hierbei erzeugten Strom selbst zu verbrauchen. Experte Patrick Dir von der OTH Amberg präsentierte in Wort und Bild die Ergebnisse der Untersuchung. Der Stadtrat entscheidet zu einem späteren Zeitpunkt darüber, welche Projekte umgesetzt werden.

Eine Fläche, auf der mit einer größeren Photovoltaikanlage Strom produziert werden könnte, liegt bei Hohenzant. Sepp Bichler von der Firma Energie-Bauern aus Schwaben hat den Stadtrat darüber bereits in einer vorangegangenen nicht-öffentlichen Sitzung informiert. Nun beschloss das Gremium einstimmig, dass für das auszuweisende Sondergebiet ein Bebauungsplan mit entsprechender Änderung des Flächennutzungsplanes aufgestellt werden soll. Diese Fläche sei aufgrund der geologischen Gegebenheiten, so hieß es, prädestiniert für das Errichten einer Photovoltaikanlage. Die Anlage sei ein Schritt in Richtung Energie-Autarkie, sagte Schertl.

Dem Stadtrat lag ein Antrag vor, im Bereich der Industrie-/Bahnhofstraße einige Grundstücke, die im Flächennutzungsplan bisher als Gewerbegebiet ausgewiesen waren, in ein Mischgebiet umzuwandeln. Der Grund: geplante Nutzungsänderungen. Für diesen Bereich gibt es bisher noch keinen Bebauungsplan, den der Stadtrat samt Änderung des Flächennutzungsplanes vorher beschließen muss. Sämtliche hierfür anfallenden Kosten, etwa für den Planer oder für Lärmschutzgutachten, tragen die Antragsteller, eine entsprechende Zusage lag vor. Das Thema wurde diskutiert, einhellige Meinung kam nicht zustande, sechs Räte waren dagegen.

Das Gremium genehmigte die Bedarfsmitteilung an die Regierung der Oberpfalz. Eine Maßnahmenliste für das Programmjahr 2020 war in einer Klausurtagung erstellt worden. Größter und wichtigster Punkt ist die Beantragung von Fördergeldern für die Errichtung eines zweiten Fluchtwegs in der Burg Dagestein. Enthalten sind auch Zuschüsse für die Überarbeitung und Neufassung der Gestaltungsfibel sowie Zuschüsse aus dem kommunalen Förderprogramm der Stadt.

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