Das Stipendium ist mit 10 000 Euro dotiert - für die Realisierung von künstlerischen Projekten. "Das Jahresstipendium Musik soll, wie alle anderen Stipendien des Landes Salzburg auch, ein kreativer Freiraum sein. Die Künstler können sich konzentrierter ihrer Arbeit widmen. Wie wirkungsvoll das ist, zeigen stets die erstklassigen künstlerischen Ergebnisse", betonte Kulturreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.
Schon früh zur Musik
Katrin Klose erhielt bereits mit sechs Jahren ersten Geigen-, später auch Klavierunterricht. Sie studierte an der Hochschule für Musik in Würzburg Lehramt Musik und Komposition. Seit 2015 ist sie an der Universität Mozarteum in Salzburg im Fach Komposition eingeschrieben und engagiert sich in verschiedenen Kommissionen sowie als Studienassistentin in der Vermittlung zeitgenössischer Musik. Außerdem absolviert sie ein Doktorandum im Fach Komposition am Royal Conservatoire of Scotland in Glasgow. Durch das Stipendium "kann ich im kommenden Jahr Projekte und Konzerte in Salzburg und auch auf internationaler Ebene verwirklichen", betont Katrin Klose. In Salzburg stünden zum Beispiel dieses Jahr noch zwei Uraufführungen in Kooperation mit dem Österreichischen Ensemble für neue Musik an. Klose ist die vierte Frau, die das Jahresstipendium Musik, das seit 1991 vergeben wird, erhält.
Unter 23 Bewerbern
Die 28-Jährige hat sich unter 23 Bewerbern durchgesetzt. Die Jurymitglieder Tina Heine (Kuratorin von Jazz in the City), Didi Neidhart (Musikjournalist) und Wolfgang Laubichler (Leiter des neuen Hauses der Musik in Innsbruck) waren sich bei ihrer Entscheidung einig. "Sie ist eine Künstlerin, die sich nicht nur als Interpretin und Komponistin der steten Erforschung und Neuformulierung zeitgenössischer Neuer Musik verschrieben hat. Dies zeigt sich nicht nur im überzeugenden Gesamtkonzept der Oper Nachtsonne, die gerade entsteht, sondern vor allem auch in ihren mannigfaltigen Interessen", heißt es in der Jurybegründung.
Die Fachleute überzeugte auch Kloses Zugang zur Vermittlung zeitgenössischer Musik. Bei der Salzburger Veranstaltungsreihe "ConTempOhr" gelinge es ihr, scheinbar lose Fäden zusammenzuführen und daraus etwas Neues zu machen.













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