22.11.2018 - 14:44 Uhr
VilseckOberpfalz

Vilsecker Wasser wird teurer

Seit 2015 kostet ein Kubikmeter Wasser in der Stadt Vilseck 0,95 Euro. Nach der in vierjährigem Turnus üblichen Neukalkulation wird der Preis kräftig angehoben.

Im Wasserwerk Vilseck werden jährlich rund 860 000 Kubikmeter Wasser aufbereitet, das von an die Vilsecker Bevölkerung und die Amerikaner im Südlager geliefert wird.
von Klaus HöglProfil

Zum 1. Januar 2019 steigt der Wasserpreis auf 1,39 Euro pro Kubikmeter, zum 1. Januar 2021 dann auf 1,49 Euro. Laut Bürgermeister Hans-Martin Schertl eine moderate Kalkulation: Selbst nach der Erhöhung liege der Wasserpreis noch im Durchschnitt der Landkreiskommunen, die derzeit zwischen 0,98 Euro und 2,45 Euro berechnen.

Schertl und Kämmerer Harald Kergl begründeten diesen Schritt in der vergangenen Stadtratssitzung. Wegen geringerer Wasserverbräuche in den vergangenen vier Jahren sowie größerer Ausgaben für eine steigende Zahl von Rohrbrüchen habe sich im Kalkulationszeitraum eine Unterdeckung ergeben. Diese müsse entsprechend ausgeglichen werden. „Außerdem sind bei der Neukalkulation die in diesen vier Jahren getätigten Investitionen in den Bau von neuen Wasserleitungen sowie für die Regenerierung der Tiefbrunnen der Stadt einzurechnen“ , erklärte der Bürgermeister. Zudem habe der Stadtrat jüngst für den Austausch der Wasserleitung von Frauenbrunn nach Axtheid-Berg und Vilseck bis nach Sorghof sowie die Erneuerung der Wasserleitungen in Sorghof in der Kürmreuther, Auerbacher und Schulstraße Bauaufträge mit einer Größenordnung von über zwei Millionen Euro erteilt.

Auch in den nächsten Jahren werde es notwendig, verstärkt in die Erneuerung des städtischen Wasserleitungssystems zu investieren, sagte Schertl und fasste zusammen: „All diese Faktoren führen dazu, dass der bisher sehr günstige Wasserpreis in der Stadt Vilseck erhöht werden muss.“ Der Stadtrat hatte dieses Thema in seiner Klausurtagung eingehend diskutiert und war einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, dass eine gestaffelte Erhöhung vorgenommen werden soll.

Die Alternative wäre gewesen, von den Haus- und Grundbesitzern sogenannte Ergänzungsbeiträge zu verlangen. Aber bereits beim Neubau der Kläranlage habe sich die Stadt für eine Refinanzierung der Kosten über die Verbrauchsgebühren entschlossen. Bei dieser Variante tragen nämlich laut Schertl nicht nur die Haus- und Grundbesitzer, sondern alle Wasserverbraucher zur Finanzierung der hohen Investitionskosten bei.

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