13.11.2019 - 17:04 Uhr
Vilshofen bei RiedenOberpfalz

24-Stunden-Übung der Jungfeuerwehren Rieden/Vilshofen

Es stand eine 24-Stunden-Übung bei den Jungfeuerwehrlern der Vilshofener und Riedener Feuerwehr auf dem Plan. Umfangreich war das Programm, das die Jugendwarte beider Wehren auf die Beine gestellt hatten.

Die verunfallte Person ist von der Turmterrasse bei der Ostbayernhalle in Kreuth gerettet worden und wird zur Erstversorgung übergeben.
von Hubert SöllnerProfil

Nachdem die 21 Jungfeuerwehrler im Gerätehaus Vilshofen ihre Feldbetten aufgebaut hatten, hieß es zu einem Papierkorbbrand beim Freibad in Rieden auszurücken. Ausgerückt mit dem LF 20 der Riedener und den HLF 40 der Vilshofener Wehr war der Brand aus den Wassertanks der Fahrzeuge in kurzer Zeit gelöscht. Nach einer Brotzeit hieß es bei Spielen abzuwarten, was denn da noch kommen wird. Punkt 20 Uhr gab es Alarm: „Brand in der Werkstatt des Forstbetriebsgebäudes in Aufheim, sieben Personen vermisst.“

Die Jungfeuerwehrler starteten, unterstützt von ihren Ausbildern und weiteren Helfern zur Rettungsaktion. Unter schwerem Atemschutz mit Wärmebildkamera erfolgte die Suche nach den Vermissten. Zeitgleich wurde eine Löschwasserversorgung von der Vils mit 200 Meter Schlauchleitung durch die Jugend aufgebaut. Der Löschangriff mit vier C-Strahlrohren wurde gestartet. Nach Rettung der Verletzten und ihrer Erstversorgung war die Aktion um 22.30 Uhr erfolgreich beendet.

Die eigene Schiebeleiter erwies sich zur Rettung der verunfallten Person von der Turmterrasse bei der Ostbayernhalle in Kreuth als zu kurz. Die 30 Meter lange Drehleiter der Burglengenfelder Wehr wurde per Funk angefordert.

Kaum waren die Jungfeuerwehrler einige Zeit in den Federn, als sie kurz vor Mitternacht unsanft geweckt wurden. „Ausleuchten zur gefahrlosen Landung eines Hubschraubers bei der Kreuzung am Tränkweiher in Rieden“ so ihr Auftrag. Stative und Strahler aufbauen, eine Hochspannungsleitung ausleuchten, dies musste der Nachwuchs bis zum Ende der Aktion um 0.30 Uhr meistern. Dann war Nachtruhe angesagt. Gerade mal bis zum Alarm um 6.15 Uhr: „Verunfallten Waldarbeiter, beim Holzfelsen Richtung Palkering unter Baum eingeklemmt, befreien." Hier wurde durch Steilhang die Rettung erschwert, Hebekissen mussten eingesetzt werden.

Mit der 30 Meter langen Drehleiter der Burglengenfelder Wehr konnte die verunfallte Person von der Turmterrasse bei der Ostbayernhalle in Kreuth gerettet werden.

Nach dem Frühstück hieß es: „Verunfallte Person in großer Höhe auf der Turmterrasse bei der Ostbayernhalle in Kreuth." Nachdem die eigene Schiebeleiter zu kurz war, wurde per Funk die 30 Meter lange Drehleiter der Wehr Burglengenfeld angefordert. Diese erschien in kurzer Zeit und die Person konnte von der Terrasse gerettet werden. Kickern und Spielen füllte nun die Zeit um Mittag. Um 13 Uhr lautete der Einsatzbefehl: „Unfall beim SV-Sportplatz – Auto umgestürzt, Quadfahrer schwer verletzt." Der Quadfahrer, über dem Auto liegend, konnte erstversorgt werden. Eine der weiblichen Autoinsassen wurde mit dem Spineboard gerettet, die zweite verließ selbständig das Fahrzeug. Sie wurden den Feuerwehr-Sanitätern zur Behandlung übergeben. Nach Aufräumen im Feuerwehrgerätehaus, Reinigung der Fahrzeuge und Endbesprechung ging ein für die Jungfeuerwehren beider Wehren ereignisreicher Tag zu Ende.

„Unfall beim SV-Sportplatz – Auto umgestürzt, Quadfahrer schwer verletzt“, so der Alarm, zu dem die Jungfeuerwehrler zum Sportplatz ausrückten.
Die Teilnehmer aus Rieden und Vilshofen an der 24-Stunden-Übung mit ihren Ausbildern und Aktiven.
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