02.01.2020 - 18:11 Uhr
Vilshofen bei RiedenOberpfalz

Junge Union Amberg-Sulzbach pflanzt Bäume auf Pflanzenkohle

Pflanzenkohle als ein Lösungsansatz für das CO2-Problem, der gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit steigert: Die Junge Union Amberg-Sulzbach unterstützt das und will mit ihrer Baumpflanzaktion zum Nachmachen anregen.

Mit dem Pflanzen von Apfelbäumen in Pflanzenkohle haben die Mitglieder der Jungen Union Umweltakzente gesetzt. Treffpunkt war dabei das Firmengelände von Carbon Cycle in Vilshofen.
von Paul BöhmProfil

Pflanzenkohle kann zum schwarzen Gold der modernen Landwirtschaft werden. Davon überzeugten sich die Mitglieder der Jungen Union um den Kreisvorsitzenden Henner Wasmuth in Vilshofen. „Nicht nur wir sind die Zukunft, sondern auch unsere Umwelt“, sagte Wasmuth bei der Baumpflanzaktion bei Carbon Cycle im Gewerbegebiet in Vilshofen. „Unsere in Pflanzenkohle gesetzten Apfelbäume am Feldrain sollen auch einen Impuls zum Nachmachen geben.“

Die jungen Leute sind der Meinung, dass die öffentliche Hand die Nachhaltigkeit und das Aufforsten von Wäldern zu widerstandsfähigen Mischwäldern mit großem Laubwaldanteil unterstützen müsse. Diese Verantwortung könne nicht alleine der Landwirtschaft übertragen werden. Mit Carbon Cycle gebe es bereits ein regionales Unternehmen, das mit moderner neuer Technik CO2 dauerhaft im Boden einlagert. Mit der Pflanzenkohle entsteht Dauerhumus, der die Fruchtbarkeit der Böden wesentlich steigert. Nicht zuletzt durch die Bewegung „Fridays for Future“ werde klar, wie sehr gerade die junge Generation für ihre Umwelt einstehen möchte, unterstrich Wasmuth.

Die Kreis-JU könnte sich vorstellen, zusätzlich weitere Maßnahmen im Kreis umzusetzen. Gute Beispiele wären da ein nachhaltiges Mähkonzept der Seitenstreifen an den Straßen, eine Zielsetzung pro Jahr für das Pflanzen von Bäumen, also ein Baum pro 500 Einwohner. Das wären im Landkreis zusätzlich etwa 210 Bäume pro Jahr als machbar standardisiertes Minimum.

Die JU wünscht sich auch mehr Beratung und Aufklärung, um den positiven Umgang mit der Umwelt zu stärken. Wie Wasmuth anmerkte, sei es wichtig, den Arbeiten in der Kulturlandschaft mehr Wertschätzung entgegenzubringen und nicht generell alles gleich zu kritisieren und in Frage zu stellen. „Es ist wichtig, Hilfestellung zu geben und positiv in die Zukunft zu schauen.“

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