21.01.2019 - 16:24 Uhr
Vilshofen bei RiedenOberpfalz

Kleines Gerät mit großer Wirkung

Die Holzernte zählt zu den gefährlichsten Arbeiten für Forstwirte. Um Unfälle zu vermeiden und im Ernstfall schnell Hilfe zu haben, haben die Bayerischen Staatsforsten in Vilshofen nun 21 Forstwirte mit neuen Mobilfunkgeräten ausgestattet.

Forstwirt Thomas Frank mit dem neuen Sicherheitsfunkgerät.
von Externer BeitragProfil

Winter ist die Zeit der Holzernte - und die zählt zu den gefährlichsten Arbeiten für die Forstwirte. Um Unfälle zu vermeiden und im Ernstfall schnell Hilfe zu haben, haben die Bayerischen Staatsforsten in Vilshofen 21 Forstwirte mit neuen Mobilfunkgeräten ausgestattet.

Die Geräte in Handy-Größe werden am Werkzeuggürtel getragen, eine Sprecheinrichtung am Kragen der Arbeitsjacke. Die auf digitalem und analogem Netz laufenden Geräte erlauben im Wald eine Verbindung im laufenden Hieb bis zu 1000 Metern. Der Clou ist eine Totmannschaltung, die sofort meldet, wenn der Träger verunglückt. Bei einer dauernden Schräglage von unter 30 Grad Neigung des Verletzten alarmiert das System mit unüberhörbar schrillem Ton sämtliche im Funkbereich arbeitenden Kollegen. Die Sprechfunktaste ist dann geöffnet, so dass der Verletzte auch ohne Armeinsatz sprechen kann. Alle Waldfacharbeiter wurden am Ausbildungszentrum der Bayerischen Staatsforsten in Vilshofen vom forstbetrieblichen Sicherheitsbeauftragten, Ausbildungsmeister Michael Fischer, und Servicestellenleiter Harald Hölzl in die Handhabung der neuen Geräte eingeführt.

Forstbetriebsleiter Thomas Verron konnte sich tags darauf in der Staatswaldabteilung Hoher Felsen im Hirschwald bereits vom Einsatz der neuen, knapp 400 Euro teuren Funkausstattung überzeugen. Sie hilft nicht nur im Notfall, sondern macht auch flexibler: Auch in unübersichtlichem Gelände bleiben die Forstwirte so miteinander in Verbindung.

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