24.02.2020 - 20:16 Uhr
Vilshofen bei RiedenOberpfalz

Vilshofener Hexen stürmen das Rathaus

Schon beim Faschingszug am Sonntag in Rieden hatten sich die Vilshofener Hexen warm getanzt. Fit mussten sie sein für ihren Hexenflug am Rosenmontag von Vilshofen nach Rieden - wie seit knapp 40 Jahren.

Beim Bussi für Bürgermeister Erwin Geitner bekam Oberhexe Irene nicht genug.
von Hubert SöllnerProfil

Schon beim Faschingszug am Sonntag in Rieden hatten sich die Vilshofener Hexen warm getanzt. Fit mussten sie sein für ihren Hexenflug am Rosenmontag von Vilshofen nach Rieden - wie seit knapp 40 Jahren.

Und so fielen sie am frühen Morgen, die Oberhexe Irene Schönberger voran, als erstes in Rieden bei Blumen-Deml ein, stürmten den Hirschenwirt, aber auch Arztpraxen, Apotheke, Banken und Metzgerei. "Pflicht" ist es für die Hexen, die Gemeindeverwaltung einzunehmen. Bürgermeister Erwin Geitner empfing mit seinen Stellvertretern Josef Weinfurtner und Gerhard Schnabel sowie Marktgemeinderat Josef Spies die wilden Weiber mit Sekt, Bier, Orangensaft, Butterbrezen, Fisch- und Lachssemmeln.

Die Theresa spielte mit dem Phillip auf, die Hexen sangen und schunkelten, Nettigkeiten wurden ausgetauscht. Bürgermeister Erwin Geitner betonte: "Es ist langgehegter Brauch und dieses Jahr so eben auch: Das Rathaus wird zum Hexengelage - ein wildes Treiben, keine Frage." Er sprach auch davon, dass das Verlieren des Besens für die Hexen zu den größten Sünden gehöre.

Nachdem er Oberhexe Irene eine Spende überreicht hatte, stellte die fest, "dass mein Besen verschwunden ist". Der mit der "wilden Fränzi vom Passamt" für die Organisation verantwortliche "rosarote Traumschiffkapitän" Eigelsperger rückte das Fluggerät nur gegen einen Kuchen als Finderlohn heraus. Für den Bürgermeister hatte die Oberhexe eine große Wurstplatte mitgebracht, "damit aus dem dünnen Reserve-Hippie noch was wird".

Bussi und Ehrentänzchen gehörten dazu. Nach einem "Prost, prost, prost - dass d'Gurgl net verrost'" ging's weiter durch Riedener Wirtshäuser und Geschäfte und in Vilshofen wurde "as ganze Dorf abgrast".

Für Bürgermeister Geitner hatte Oberhexe Irene auch eine große Wurstplatte mitgebracht „damit aus dem dünnen Reserve-Hippie noch was wird“.
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