25.10.2019 - 13:29 Uhr
VohenstraußOberpfalz

23 neue Atemschutzgeräteträger im Landkreis

Sie gehören zur Elitetruppe bei den Feuerwehren, denn sie sind besonderen Anforderungen ausgesetzt. Nicht nur die gesundheitlichen Voraussetzungen müssen bei den Atemschutzgeräteträgern stimmen.

27 neue Atemschutzgeräteträger stehen nun im Landkreis Neustadt nach der Ausbildung für den Einsatz bereit. Für Ausbilder Günter Sommer aus Vohenstrauß (Dritter von links) war es der letzte Lehrgang. Er hat die Altersgrenze erreicht und muss aufhören.
von Elisabeth DobmayerProfil

23 Feuerwehrnachwuchskräfte haben sich im Landkreis Neustadt bei der Stützpunktwehr in Vohenstrauß zu Atemschutzgeräteträgern ausbilden lassen. Die Teilnehmer kamen aus neun verschiedenen Feuerwehren. Lehrgangsleiter Albert Burger sowie die Ausbilder Günter Sommer und Matthias Neumann schulten sie in mehreren Blöcken in theoretischen und praktischen Einheiten.

15 Männer und 8 Frauen sind nun seit Dienstagabend offiziell die neuen Atemschutzgeräteträger des Landkreises. Eine 30 Stunden lange schweißtreibende Ausbildung in Theorie und Praxis liegt hinter ihnen.

Die Ausbildung umfasste den richtigen Umgang mit den Atemluftflaschen, das Verhalten in verrauchten Räumen, Retten und Bergen von Personen und das Ablöschen von Brandherden. Außerdem lernten die Feuerwehrleute die Grundlagen des Atmens und die Geschichte des Atemschutzes kennen. Zwei Wochenenden und mehrere Wochentage ihrer Freizeit haben die Lehrgangsteilnehmer dafür geopfert.

Die Grundlagen der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) sowie Aufbau und Funktion der Atemschutzmaske und Pressluftatmer waren ebenso Themen wie das An- und Ablegen der Masken und Geräte. Am Freitag besuchten die Teilnehmer das Atemschutzzentrum Nordoberpfalz in Neuhaus. Dabei lernten sie ihre eigene Belastbarkeit kennen.

Eine der letzten Einheiten der Ausbildung ist die sogenannte Einsatzübung. Unter Realbedingungen, mit Blaulicht und Martinshorn rückten die Feuerwehrleute an, um in verrauchte Räume vorzudringen und Personen zu retten. Die Ausbilder testen mit diesem Szenario das Verhalten ihrer Prüflinge unter Stresssituationen. Unterstützt wurden die Ausbilder von den Feuerwehren aus Waidhaus und Altenstadt bei Vohenstrauß.

Kreisbrandinspektor Martin Weig und Kreisbrandmeister Christian Demleitner verliehen nun im Vohenstraußer Feuerwehr-Lehrsaal die Urkunden.

Für Ausbilder Günter Sommer von der Feuerwehr Vohenstrauß war der 113. Atemschutzlehrgang zugleich sein letzter. Seit 1984 hat der Ausbilder für Atemschutz im Landkreis Neustadt rund 1000 Atemschutzträger ausgebildet. "Nun, mit knapp 65 Jahren, habe ich ein Alter erreicht, mit dem leider Schluss ist." Weig und Albert Burger verabschiedeten ihn mit herzlichen Worten und dankten für sein großes Engagement für die Feuerwehren im Landkreis.

Folgende Einsatzkräfte sind jetzt auch Atemschutzgeräteträger: Lisa-Marie Bayer und Anja Spickenreuther (Altenstadt/Voh.); Claudia Feneis, Magdalena Süss, Paulus Kellner, Markus Weig, Corbinian Kraus und Lisa Schwenke (Vohenstrauß); Lukas Eckl, Roman Wolf und Florian Knorr (Tännesberg); Michael Biegerl (Böhmischbruck); Moritz Urbaneck und Andreas Bojer (Roggenstein); Julia Hierold, Alisa Kaiser, Theresa Kopetzky und Matthias Grünbauer (Moosbach); Stefan Reindl (Pleystein); Roman Klos (Waldthurn); Philipp Kraus, Ludwig Günter und Tobias Maure (Waidhaus).

In der praktischen Prüfung wurde ein Einsatz simuliert.
Letzte Anweisungen und dann müssen sich die Probanden bei der Rettung beweisen.
Alles muss stimmen. Kreisbrandmeister Christian Demleitner (Mitte) legt auch noch einmal selbst Hand an.
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