Hinsichtlich der Revitalisierung des Bereichs am Schloss Friedrichsburg angrenzend ist der Landkreis mit seinen Planungen in die Zielgerade eingebogen, denn das Angebotsverfahren ist bereits abgeschlossen und am 7. Oktober wurden die Architekturbüros Bruno Marques aus Berlin und Greiner aus Neustadt/WN mit der Ausführungsplanung beauftragt, verriet Bürgermeister Andreas Wutzlhofer in den Bürgerversammlungen. Entsprechende Förderanträge sind dann zu stellen. Planung, Beauftragung der Fördergelder und die Ausschreibung erfolgen im nächsten Jahr. Als Baubeginn grenzte Wutzlhofer Frühjahr 2020 ein. Mit der Fertigstellung wäre dann zwei Jahre später zu rechnen. Die geschätzten Baukosten bezifferte der Rathauschef mit fünf Millionen Euro. Davon erhoffen sich die Verantwortlichen rund drei Millionen an Gesamtförderung durch den Fördertopf Stadtumbau West, aus dem Entschädigungsfonds und vom Denkmalschutz.
Noch in diesem Jahr soll das alte Gebäude der Brauerei Würschinger an der Pfarrgasse in den Besitz der Stadt übergehen und anschließend abgerissen werden. 4000 Kubikmeter an umbauten Raum sind hier abzuräumen. Zuwendungen im Rahmen der Bund-Länder-Städtebauförderung sind mit ungefähr 42 Prozent zu erwarten.
Der Ausbau der digitalen Kompetenzen an Bayerns Schulen schreitet voran. Der damit verbundene Wandel macht sich auch an den örtlichen Bildungseinrichtungen bemerkbar. Mit dem Digitalpakt Schule stehen 5,5 Milliarden Euro bereit. So haben die Verantwortlichen der Stadt die Möglichkeit des Förderprogramms „Digitales Klassenzimmer“ genutzt und sowohl für die Mittelschule wie auch für die Grundschule Notebooks, interaktive Whiteboards, Beamer und Dokumentenkameras im Wert von 63 000 Euro angeschafft, da die digitale Ausbildung als ein unverzichtbares Bildungsziel zu verstehen ist, erklärte Wutzlhofer. Eine weitere Förderrichtlinie des Freistaats von Glasfaseranschlüssen ermöglichte es der Stadt, die Mittel- und die Grundschule an das Glasfasernetz anzubinden. Nach dreimaliger beschränkter Ausschreibung mit dem Landkreis erhielt das Angebot der Firma T-System mit Gesamtkosten von 100 000 Euro und einem Eigenanteil von 19 000 Euro den Auftrag. „Viel Geld, das wir und der Freistaat Bayern in die Hand nehmen, um unsere Kinder an die digitale Welt heranzuführen, um Kompetenzen und Fähigkeiten zu vermitteln“, ergänzte der Rathauschef.
Sehr kritisch äußerte sich Wutzlhofer über die Breitbandversorgung. Obwohl schnelles Internet der Standortfaktor einer zukunftsfähig aufgestellten Kommune sei und das mittelfristige Ziel der Ausbau mit Glasfaser sein müsse, müsse er feststellen, dass die am Markt vertretenen Kommunikationsunternehmen nur „Rosinenpickerei“ betreiben. „Erschließungsmaßnahmen erfolgen nach wie vor nur in lukrativen Ballungszentren“, schimpfte der Stadtchef. Nicht anders sei es sonst zu erklären, dass die Stadt bei zwei Ausschreibungen im 2. Bayerischen Förderverfahren zur Versorgung der Großgemeinde für Erpetshof, Zeßmannsrieth und Untertresenfeld kein einziges Angebot erhielt. Um die Chancen auf ein Angebot zu erhöhen habe man nun das Fördergebiet um die Ortschaften Linglmühle, Kaltenbaum, Obernankau, Iltismühle, Trasgschieß sowie Galgenberg und Neumühle erweitert. Ergebnis seitens der Telekom vom 21. März 2019: Es sei kein wirtschaftliches und technisch sinnvolles Angebot zu ermitteln gewesen. Seitens der Politik werde zwar ständig betont, dass Deutschland beim schnellen Internet Nachholbedarf habe, aber nach Wutzlhofers Meinung folgen nicht die richtigen Schritte. Deshalb forderte er die Politik zu einer konsequenten Reaktion auf. Er sei maßlos über das Verhalten des Großkonzerns enttäuscht, weil die Betriebe, Firmen und Unternehmen zurecht den Ausbau eines vernünftigen und bedarfsgerechten Breitbands erwarten dürfen.



















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