Das Zehn-Millionen-Projekt im Herzen der Stadt nimmt nun schnell Form an. In sportlichen 20 Monaten sollen die von der Rauh und Müller Architekten GmbH geplanten Wohnungen bezugsfertig sein. Bereits die Hälfte der Gesamtfläche von rund 2400 Quadratmetern sind reserviert. Für das Areal ist ein ganzheitliches Parkplatzkonzept erstellt worden – mit 97 Stellflächen, fünf mehr als gefordert. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer hatte für dieses innerstädtische Projekt von Beginn an ein offenes Ohr, versicherte Harald Kraus, Geschäftsführer der Medi Center GmbH im Beisein des neuen Gesellschafters Stefan Voit, der neben Manfred Voit nun zur Riege der Investoren zählt. Trotz der Widrigkeiten im Umfeld bewertete der Rathauschef das Projekt immer positiv. Die Wahl der Baufirma sei regional auf die Josef Reger Bau GmbH gefallen. Mit Vorstandsmitglied Direktor Robert Stahl von der Raiffeisenbank arbeitet Kraus zudem seit Jahren gut zusammen.
Der Geschäftsführer der Medi Center GmbH sieht das Projekt von Beginn an als Gesamtkonzept zusammen mit dem ehemaligen Krankenhaus. Das Grundstück habe jedoch den Ausschlag für die Umsetzung gegeben. Der zündende Funke sei bei der Besichtigung des Areals in der ehemaligen Krankenhauskapelle gefallen, als er das leere Grundstück von oben aus betrachtete.
Vor der Übernahme habe er sich mit dem Landratsamt besprochen, denn das Krankenhaus allein wäre ein großes finanzielles Risiko mit laufenden Kosten gewesen. Er hofft, die verlorenen Monate mit dem jetzigen Baubeginn etwas kompensieren zu können, sagte Kraus vorsichtig mit Blick auf Bauleiter Karl-Heinz Lindner.
Bürgermeister Wutzlhofer begrüßt derartige Projekte zur Innenstadtentwicklung und Nahverdichtung generell. Die Wohnungsnot sei bekannt. Allein in Bayern fehlten 200 000 Wohnungen. Im vergangenen Jahr entstanden gerade einmal 63 000 Wohneinheiten. Hier klaffe die Lücke zwischen Bedarf und tatsächlich geschaffenem Wohnbedarf. Das Projekt in Vohenstrauß zielt genau in die Richtung der Bayerischen Staatsregierung mit der Flächenspar-Offensive. Das Bauen in Außenbereichen sei zudem fast unmöglich geworden.
Wutzlhofer sei zudem dankbar, dass der Bauherr den Kompromiss einging, ein Stockwerk zu reduzieren, um damit den Kritikern ein Stück weit entgegenzukommen. Er bedauerte jedoch, dass dies nicht zum erhofften Erfolg führte. Robert Stahl betonte ebenfalls, dass sein Haus von Beginn an von diesem Projekt überzeugt gewesen sei. Neugesellschafter Stefan Voit hob das „super Potenzial“ hervor, das in diesem Bauprojekt stecke. Auch der perfekt strategisch ausgearbeitete Plan habe ihn überzeugt. Die Einigung war schnell erzielt, nachdem 50 Prozent der Wohnungen bereits reserviert sind. „Wir schauen, dass sich in Vohenstrauß etwas bewegt.“ Wenn die Bagger anrollen und der Rohbau steht, würden die Wohnungen verkauft, versicherte Josef Reger aus seinen Erfahrungen mit derartigen Wohnbauprojekten. Die Lage sei ideal. Vor der Haustür ein solches Projekt bauen zu dürfen – besser könne es nicht laufen. Noch dazu mit langjährigen Partnern, mit denen er vor 20 Jahren schon Geschäftsbeziehungen einging und sich menschlich und persönlich gut verstehe. Das Projekt passe genau in das Portfolio seiner Baufirma, so Reger. Für Wohnungsinteressenten wichtig: Die Wohneinheiten werden mit einem zinslosen KfW-Darlehen 40 NH mit 120 000 Euro gefördert, so der Bauherr.
Nähere Infos: VKV Bauträger GmbH, E-Mail: vkvbautraeger[at]t-online[dot]de; Telefon: 0175/1666688.













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