Vohenstrauß
07.08.2023 - 15:02 Uhr

Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Gerhard Dirscherl verstorben

Es hat sich seit längerer Zeit angedeutet. Bischöflich Geistlichen Rat Pfarrer Gerhard Dirscherl verließen nach schwerer Krankheit mehr und mehr die Kräfte. Nun ist er im Alter von 86 Jahren verstorben.

Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, so kannte man Bischöflich Geistlichen Rat Pfarrer Gerhard Dirscherl. Jetzt ist er im Alter von 86 Jahren friedlich im Walter-Siegert-Caritasheim eingeschlafen. Archivbild: dob
Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, so kannte man Bischöflich Geistlichen Rat Pfarrer Gerhard Dirscherl. Jetzt ist er im Alter von 86 Jahren friedlich im Walter-Siegert-Caritasheim eingeschlafen.

Die letzten Wochen seines Lebens verbrachte Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Gerhard Dirscherl im Walter-Siegert-Caritasheim. Jetzt ist der 86-Jährige friedlich verstorben. Noch vor wenigen Wochen, am 29. Juni, hatte der Verstorbene sein 60-jähriges Priesterjubiläum im Seniorenheim gefeiert.

Bis zu seiner schweren Erkrankung war der Seelsorger täglich in der Seelsorgeeinheit Vohenstrauß und Böhmischbruck und weit darüber hinaus unterwegs. Selbst im frostigen Winter sah man ihn frühmorgens in sein Auto steigen, wenn er sich auf den Weg zu einem Gottesdienst in der Umgebung machte. Man merkte ihm an, wie ernsthaft er seine Berufung lebte. Sein Wirken strahlte in die Herzen der ihm anvertrauten Menschen aus.

Mit ihm verliert die Diözese und die Pfarrgemeinde einen aufmerksamen und treuen Priester und einen Seelsorger, der durch seine Bescheidenheit und Freundlichkeit viele Menschen erreichte. Als er vor 16 Jahren seinen Ruhestand antrat, verspürte er den Wunsch, wieder in seine Heimat zurückzukehren. Hier wurde er mit offenen Armen empfangen und war von Beginn an eine feste Unterstützung für Dekan Alexander Hösl und in der Bevölkerung äußerst beliebt. „Christus Jesus unserem Herrn danke ich, dass er mir Kraft gegeben, mich für treu befunden und zu seinem Dienst bestellt hat." Für diesen Leitsatz aus Timotheus, einem Buch des Neuen Testaments, entschied sich Dirscherl vor 60 Jahren kurz bevor er am 29. Juni 1963 im Hohen Dom zu Regensburg vom damaligen Diözesanbischof Rudolf Graber die Priesterweihe empfing.

In seiner Heimatpfarrgemeinde feierte er wenige Tage danach sein erstes Messopfer. Seine Primiz im Juli 1963 in der Stadtpfarrkirche feierten viele Gläubige und der ehemalige Stadtpfarrer Franz-Xaver Reitinger mit. Damals waren auch noch sein Vater Franz-Xaver Dirscherl und seine Mutter Anna dabei. Sein Vater stammte aus Grünhammer und seine Mutter, war eine geborene Reimer, aus Thanstein. Gerhard Dirscherl war das jüngste von drei Kindern. Nach der Grundschulzeit schickten ihn seine Eltern nach Regensburg ans "Alte Gymnasium" und ins Internat Obermünster mit dem Ziel, sich für den Priesterberuf begeistern zu lassen. Nach dem Abitur trat er ins Priesterseminar ein. Seine erste Kaplanstelle trat der damals 26-Jährige in Parsberg an. Nach einem Jahr wurde er nach Regenstauf berufen und nach weiteren zwei Jahren kam der junge Mann für gut ein Jahr nach Cham in die Pfarrei St. Josef. Bereits nach vier Kaplansjahren wurde Dirscherl als Pfarrer in Kirchberg bei Regenstauf installiert. Neun Jahre wirkte der Geistliche dort, bis er 1976 als Stadtpfarrer nach Kötzting wechselte. 1989 übernahm Dirscherl die Pfarrstelle in Bayerbach bei Ergoldsbach in Niederbayern. Kurz vor seinem 70. Geburtstag bat er dann beim Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer um seinen Ruhestand.

Stets pflegte er engen Kontakt zu seinen Geschwistern. Allerdings verstarb 2019 Bruder Konrad. Die ältere Schwester ist Ordensfrau. Schwester Agnella Dirscherl ist im Orden der Englischen Fräulein beheimatet und besuchte ihren Bruder kürzlich auch noch am Krankenbett. Die Aussegnung findet am Mittwoch, 9. August, um 18 Uhr in der Stadtpfarrkirche statt, anschließend wird der Sterberosenkranz gebetet. Am Donnerstag, 10. August, um 10 Uhr feiert die Pfarrgemeinde das Requiem in der Stadtpfarrkirche. Im Anschluss wird der Leichnam im Familiengrab auf dem Friedhof beigesetzt. Neben seiner Schwester trauern die beiden Neffen Wolfgang und Peter mit Angehörigen um den Verstorbenen.

 
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