Als die zehn Musikanten von „Blech G'misch“ aus Waldthurn am Mittwochabend beim Serenadensommer im Vohenstraußer Generationenpark aufspielten, verwandelte sich das Areal in einen Ort der Begegnung und des gemeinsamen Genießens. Die zahlreichen Besucher zeigten schnell, welch treue Fangemeinde sich die Formation über die Jahre erspielt hat.
Schon lange vor Konzertbeginn füllten sich die Bänke und Grünflächen rund um den Musikpavillon. Manche Anwohner öffneten ihre Fenster, um keinen Ton der stimmungsvollen Darbietungen zu verpassen. Unter den Gästen waren auch Musiker anderer Kapellen, die den Auftritt ihrer Kollegen genießen wollten. Nach dem Auftakt mit dem „Fliegermarsch“ begrüßte Dritter Bürgermeister Alfons Raab die zahlreichen Besucher. Für die Bewirtung sorgte das Team der Vohenstraußer Stützpunktwehr mit Vorsitzender Corinna Kellner, Stadtkommandant Anton Schwägerl und Christian Enderlein.
Mit viel Stammtischhumor führte Hans-Peter Reil durch das Programm. Im Mittelpunkt standen die Melodien von Ernst Mosch, dessen Musik bis heute Generationen verbindet. Kaum erklangen die ersten Takte, war die besondere Atmosphäre spürbar. Viele Besucher summten leise mit, andere schwelgten sichtbar in Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Nach jedem Musikstück brandete begeisterter Applaus und "Bravo"-Rufe auf.
Vor allem die gemeinsamen Gesangsauftritte von Hans-Peter Reil und seiner Tochter Hannah Griesbach begeisterten. Sie sangen sich förmlich in die Herzen der Zuhörer. Titel wie „Egerländer Musikant“ oder „Warum willst du mich nicht küssen“ sorgten für beste Stimmung. Doch nicht nur die fröhlichen Polkas begeisterten. Mit dem Walzer „Irgendwann“ erklang einer der wohl schönsten Klassiker der böhmischen Blasmusik. Bei der Polka „Zwei Ringe“ griff Hans-Peter Reil selbst zur Posaune und zeigte einmal mehr sein musikalisches Können.
Natürlich durfte auch der Oberkrainer-Hit „Hallo kleine Maus“ nicht fehlen. Nach der Pause bewiesen die Musiker eindrucksvoll ihre musikalische Vielseitigkeit. Ein beschwingtes Swing-Medley mit dem bekannten James-Last-Titel „Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung“ brachte einen weiteren Farbtupfer in das abwechslungsreiche Konzertprogramm. Mit Klassikern wie „Wir sind Kinder von der Eger“, „Sterne der Heimat“ und der „Böhmischen Liebe“ schlugen die Herzen aller Freunde der Blasmusik noch einmal höher.
Als schließlich „Bis bald auf Wiedersehn“ erklang, wollte das Publikum die Musiker noch lange nicht verabschieden. Der Applaus machte deutlich, dass dieser Serenadenabend eine musikalische Reise in die Vergangenheit war, der mit Musik Menschen verband. Natürlich ließen sich die Musiker nicht lange bitten und bedankten sich mit mehreren Zugaben beim Publikum.















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