20.02.2020 - 10:01 Uhr
VohenstraußOberpfalz

"Digi Camp" an der Vohenstraußer Realschule

Risiken des Webs, sensibler Umgang mit Daten, kreative Verwirklichung eigener Ideen und Projekte und eine gesundheitsbewusste Lebensweise in der digitalen Welt: Dies beinhaltet das dreitägige Präventionsprojekt.

Beim Präventionsprojekt "Digi Camp" beschäftigten sich die Realschüler ausnahmsweise auch einmal im Unterricht mit Smartphones & Co. Konrektor Kilian Graber schaut den Schülern dabei über die Schulter. Das Thema "Immer online - nie mehr allein" war ein gemeinsames Projekt der Barmer Krankenkasse und BG3000 in Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland.
von Elisabeth DobmayerProfil

Knapp 97 Prozent aller 12- bis 19-Jährigen in Deutschland besitzen ein Smartphone. Schüler tauschen sich mittlerweile über WhatsApp-Gruppen aus, geben im Internet Fotos und Informationen preis. Höchste Zeit also, Jugendlichen digitale Kompetenz und zugleich einen gesundheits- und risikobewussten Lebensstil mit auf den Weg zu geben und das Thema gesunde Mediennutzung frühzeitig in die Klassenzimmer zu holen. Aus diesem Grund engagierte sich die Krankenkasse Barmer als Präventionspartner und Förderer zum Projekt "Digi Camp“, das jetzt über drei Tage an der Realschule stattfand.

Zwar herrscht im Unterricht an der Bildungseinrichtung gewöhnlich Handyverbot – eine Ausnahme gab es jetzt aber beim „Digi Camp“ zum Thema „Immer online – nie mehr allein?“ Schüler, Eltern und Lehrkräfte sind bei diesem Präventionsprojekt dieser Frage nachgegangen. Initiatoren und Organisatoren waren neben der Barmer, der TÜV Rheinland und die BG3000, ein Social Impact Start-up, das digitale Projekte umsetzt.

Für 143 Schüler standen an diesen drei Tagen besondere Fächer auf dem Stundenplan: Workshops wie „Smart Photography“ und „Music in the Box“, „Top oft the Pods: Podcast, Beiträge & Co.“, „Mobile Journalism“ und „Kids in Motion: Ein Trickfilmprojekt“, brachten willkommene Abwechslung in den Unterrichtsalltag. Gemeinsam erstellten die Jugendlichen eigene Beiträge zum Thema „digitaler Stress“ und übten den verantwortungsvollen Umgang mit den sozialen Medien. „Medienpädagogen, Psychologen, Ernährung- und Fitnessexperten sowie Stars aus der Social-Media-Welt unterstützten die Heranwachsenden bei der Umsetzung ihrer kreativen Ideen“, berichtete Josef Preßl von der Barmer, der mit vor Ort war.

Schulleiter Andreas Meier und Konrektor Kilian Graber stellten klar, dass die Bildungseinrichtung die Schüler im Labyrinth der Digitalisierung darin unterstützen, einen guten inneren Kompass zu entwickeln. Dabei sei es wichtig, nicht nur über Gefahren aufzuklären. „Ängste hindern uns häufig daran, den richtigen Weg zu finden. Vielmehr müssen wir unsere Kinder zu verantwortungsvollem und kompetentem Umgang mit modernen Medien befähigen“, versicherte Meier. Auch ein Elternabend gehörte zu dem Projekt.

Beim Präventionsprojekt "Digi Camp" beschäftigten sich die Realschüler ausnahmsweise auch einmal im Unterricht mit Smartphones & Co. Konrektor Kilian Graber (rechts) schaut den Schülern dabei über die Schulter. Das Thema "Immer online - nie mehr allein" war ein gemeinsames Projekt der Barmer Krankenkasse und BG3000 in Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland.
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