Im Vohenstraußer Storchennest sind drei Jungstörche herangewachsen – drei neugierige, hungrige Nachwuchsvögel, die Tag für Tag ein Stück größer werden. Für ihre Eltern bedeutet das Schwerstarbeit. Unermüdlich wechseln sie sich ab, fliegen hinaus auf Futtersuche und kehren immer wieder mit gefülltem Schnabel zurück. Kaum ist einer gelandet, macht sich der andere bereits auf den Weg.
In diesem Jahr stellten erst die Kälte und jetzt die sengende Sommerhitze die kleine Storchenfamilie vor eine besondere Herausforderung. Während unten die Menschen Schatten suchen, gibt es hoch oben im Nest keinen schützenden Baum, kein Dach und keine Abkühlung.
Umso bewundernswerter ist die Fürsorge der Altstörche. Sie lassen ihren Nachwuchs nicht aus den Augen, sorgen für Nahrung und wachen aufmerksam über das Nest. Und sie sind stets auf der Hut. Sobald sich ein fremder Storch oder ein anderer vermeintlicher Eindringling nähert, erfüllt lautes Schnabelklappern die Luft. Dieser markante Klang ist weit mehr als nur eine Drohgebärde. Er ist ein Warnsignal für die drei Jungstörche, die sich augenblicklich ducken und instinktiv Schutz im Nest suchen.
Aus den einst kleinen, flauschigen Küken sind kräftige Jungvögel geworden, die neugierig ihre Umgebung betrachten, ihre Flügel ausbreiten und immer häufiger üben, was schon bald ihr größtes Abenteuer sein wird: das Fliegen.
Noch dauert es ein wenig, bis sie das Nest verlassen und ihren eigenen Weg in die weite Welt antreten. Doch jeder neue Tag bringt sie diesem Moment ein Stück näher. Bis dahin bleibt der Horst auf dem Silo hoch über dem städtischen Bauhof ihr Zuhause.













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