14.02.2020 - 09:08 Uhr
VohenstraußOberpfalz

E-Center verschwindet vorübergehend

Große Greifer und Baggerschaufeln sind derzeit dabei das E-Center-Gebäude in Vohenstrauß dem Erdboden gleich zu machen. Das Erscheinungsbild wird sich vorübergehend an der Altenstadter Straße gravierend verändern.

Große und kleine Bagger rücken seit Mittwoch dem E-Center an der Altenstadter Straße 10 auf die Pelle. Bald wird nichts mehr davon zu sehen sein. Der kleine Bagger schafft im Innenraum Trennwände zur Seite.
von Elisabeth DobmayerProfil

Am Montag erfolgte der Start zum Abriss des Gebäudes des früheren TOP-Kaufs und des in den letzten Jahren als E-Center geführten Vollsortimenters an der Altenstadter Straße 10. Seit Mitte Januar hat ein „Räumkommando“ sämtliche Kühltheken, Regale und sämtliche Beleuchtungen ausgebaut, nachdem die Waren nach dem Weihnachtsgeschäft in den früheren Comet-Markt an der Böhmischbrucker Straße umgezogen und dort wieder aufgebaut wurden.

Die Kunden erfuhren bereits Wochen vorher von diesem Schritt mit Abriss des bestehenden Gebäudetrakts und nachfolgendem geplanten Neubau und konnten sich rechtzeitig darauf einstellen. Am Mittwoch legte nun ein Team des Abbruchunternehmens Hierold aus Moosbach erstmals in aller Öffentlichkeit mit der Baggerschaufel und Greifern an, nachdem die erste Blechdachreihe des Gebäudes abgenommen wurde. Das Unternehmen führt auch die fachgerechte Entsorgung der verschiedensten Baumaterialien durch.

Viele Leute bleiben stehen und beobachten die Arbeiten. Dabei gehen die Erinnerungen bei vielen Passanten zurück an die Eröffnung am Donnerstag, 3. Oktober 1974, als das TOP-Einkaufszentrum ein riesiges und bis dahin nicht gekanntes Einkaufserlebnis in Vohenstrauß versprach und das Aussterben der kleinen Tante-Emma-Läden in der Innenstadt endgültig besiegelte. Geschäftsführer Hutzler von der Delta-Handelsgesellschaft betrieb den Einkaufsmarkt mit einer angegliederten Gaststätte.

Wenige Jahre später fand im Gaststättenraum der Schultheiß-Brauerei nach einer kurzen Stippvisite der italienischen Pizzeria „Francesco“, das unvergessene spanische Lokal „Tuli“ lange Zeit ein Domizil. Erst als der Markt den Platz für einen Getränkemarkt selbst beanspruchte zog „Tuli“ einige Meter weiter in die ehemalige Präsentationshalle der Porzellanmanufaktur Schwägerl.

Bei der Eröffnung 1974 wurde hervorgehoben, "dass eine Netzanalyse für Vohenstrauß und Umgebung eine Marktlücke ergeben habe. Da Vohenstrauß als Unterzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums ausgewiesen sei, nütze man die zentrale Bedeutung und das Einzugsgebiet von 22 000 Bürgern." Weiter hieß es: "Das TOP-Einkaufszentrum werde sich bemühen, seinen Beitrag zum Ausbau der Attraktivität der Stadt zu leisten." Der damalige Bürgermeister Max Steger erklärte, dass der neue Verbrauchermarkt die ortsansässigen Geschäfte sicher zu einem härteren Wettbewerb herausfordern werden. "Mögen Impulse zur weiteren Aufwärtsentwicklung der Stadt von diesem Einkaufszentrum ausgehen", wünschte Steger, laut des damaligen Eröffnungsberichts.

Große und kleine Bagger rücken seit Mittwoch dem E-Center an der Altenstadter Straße 10 auf die Pelle. Bald wird nichts mehr davon zu sehen sein. Das Blechdach wurde zuerst entfernt.
Große und kleine Bagger rücken seit Mittwoch dem E-Center an der Altenstadter Straße 10 auf die Pelle. Bald wird nichts mehr davon zu sehen sein. Das Blechdach wurde zuerst entfernt.
Große und kleine Bagger rücken seit Mittwoch dem E-Center an der Altenstadter Straße 10 auf die Pelle. Bald wird nichts mehr davon zu sehen sein.
Große und kleine Bagger rücken seit Mittwoch dem E-Center an der Altenstadter Straße 10 auf die Pelle. Bald wird nichts mehr davon zu sehen sein. Die verschiedenen Baumaterialien werden fachgerecht getrennt und entsorgt.
Große und kleine Bagger rücken seit Mittwoch dem E-Center an der Altenstadter Straße 10 auf die Pelle. Bald wird nichts mehr davon zu sehen sein. Die verschiedenen Baumaterialien werden fachgerecht getrennt und entsorgt.
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