Er ist ein Mann, der über Jahrzehnte hinweg soziales Gewissen, politische Konstante und verlässlicher Ansprechpartner für all jene war, die Unterstützung brauchten. Als Sozialdemokrat aus tiefster Überzeugung war der Vohenstraußer Erich Völkl eine feste Größe im Stadt- und Kreistag. Mit ruhiger, unaufgeregter Art, mit klarem Blick für Gerechtigkeit und Menschlichkeit gestaltete er das politische Gefüge des SPD-Ortsvereins entscheidend mit. Am Montag feierte er seinen 80. Geburtstag.
„Auf ihn war immer Verlass“, sagen seine Weggefährten heute noch. Besonders eindrucksvoll zeigt sich Völkls Engagement im VdK-Ortsverband Vohenstrauß, den er 24 Jahre lang als Vorsitzender leitete. 1986 trat er dem Ortsverband bei, wurde ein Jahr später in den Vorstand gewählt und übernahm schließlich 1998 den Vorsitz von Erwin Enders. Dazwischen führte er acht Jahre lang die Kasse – eine Aufgabe, die er mit derselben Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit erfüllte, die seine gesamte Arbeit kennzeichnet.
Unermüdlicher Fürsprecher
Unter seiner Leitung blühte der VdK auf. Zahlreiche Reisen, Veranstaltungen und Unternehmungen trugen seine Handschrift. Noch heute trägt er den Titel des Ehrenvorsitzenden. Wenn es um Menschen mit Behinderung oder sozial Schwache ging, war Erich Völkl unermüdlich. Oft war er es, der im Rathaus anklopfte und höflich, aber bestimmt auf Barrieren aufmerksam machte, die es zu beseitigen galt. Barrierefreiheit war für ihn kein politisches Schlagwort, sondern echte Herzenssache. Dass im Rathaus ein Aufzug eingebaut wurde, ist nicht zuletzt sein Verdienst.
Auch in schwierigen sozialrechtlichen Fragen fanden Betroffene bei ihm Orientierung. Mit dem VdK-Kreisverband stand er stets in engem Austausch und half, schnell und unkompliziert die richtigen Wege zu finden. Der ehemalige Kreisvorsitzende Josef Rewitzer lobte ihn einmal, dass kein anderer bei der Haussammlung „Helft Wunden heilen“ so viel Geld eingebracht habe, wie Völkl und seine Mannschaft. Ein Beleg dafür, wie sehr die Menschen ihm vertrauten.
Pflichtbewusster Grenzpolizist
Beruflich war Völkl stellvertretender Chef der Grenzpolizei Waidhaus, und ging als Erster Polizeihauptkommissar vor 20 Jahren in Pension. Auch dort galt er als besonnen, pflichtbewusst und gleichzeitig menschlich. Mit 76 Jahren entschied er sich schließlich, Ämter abzugeben und einen Gang zurückzuschalten.
SPD, VdK, Arbeiterwohlfahrt, unzählige Weggefährten und viele Bürger wissen: Erich Völkl hat diese Region ein Stück wärmer und gerechter gemacht. Mit seiner Ehefrau Theresia geht der Jubilar seit 56 Jahren gemeinsam Schritt für Schritt. Seine Kinder Evi und Wolfgang, sowie seine Enkelkinder Laura und Valentin stießen mit ihrem Papa und Opa auf weitere gesunde Jahre an. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer gratulierte einem „besonderen Mann“, und auch Pfarrer Ronald Liesaus überbrachte die besten Glückwünsche. Am Abend wurde es mit der Roggensteiner Jugendkapelle musikalisch beim Ständchen für das langjährige Mitglied.













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