12.09.2018 - 09:55 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Endlich barrierefrei

Stolz präsentiert Bürgermeister Andreas Wutzlhofer der neuen VdK-Kreisgeschäftsführerin Sarah Kellner den kürzlich in Betrieb genommenen Aufzug im Rathaus.

VdK-Kreisvorsitzender Josef Rewitzer und die neue Kreisgeschäftsführerin Sarah Kellner (von links) sowie die Sozialberaterin Waltraud Balk (rechts) sind vom neu eingebauten Aufzug im Rathaus begeistert. VdK-Ortsvorsitzender Erich Völkl (Mitte) gab dazu im Jahr 2014 den Anstoß mit einem Antrag. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (Zweiter von rechts) ist froh, dass der Umbau im Rathaus dem Ende entgegengeht.
von Elisabeth DobmayerProfil

Die Barrierefreiheit in Vohenstrauß und insbesondere im Rathaus stößt bei den VdK-Verantwortlichen auf allergrößtes Interesse. "Die Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht", betonte VdK-Kreisvorsitzender Josef Rewitzer beim Antrittsbesuch der neuen Geschäftsführerin des VdK-Kreisverbands, Sarah Kellner aus Waldthurn, bei ihrer ersten Sprechstunde im kleinen Rathaussaal.

Für das VdK-Klientel sei der Aufzug ein "kleines Bonbon", um leichter in den ersten Stock zu gelangen, meinte Wutzlhofer, der auch das neugeschaffene Behinderten-WC anpries, das gut von Besuchern angenommen werde. Zu ihrem neuen Job im Kreisverband gratulierte Wutzlhofer der neuen Geschäftsführerin. Die Freude war nicht nur beim Bürgermeister und Rewitzer sondern auch bei VdK-Ortsvorsitzendem Erich Völkl sehr groß, denn seit kurzem verfügt das Rathaus über einen Aufzug. Ein Projekt, das er angestoßen hatte. Im Jahr 2014 war es Völkl, ein großer VdK-Kämpfer für Barrierefreiheit, der diesbezüglich einen Antrag bei der Stadt stellte, erinnerte der Kreisvorsitzende. Schon zu Beginn seiner Stadtratstätigkeit 1984 legte Völkl stets ein Augenmerk darauf, Behinderten das Leben zu erleichtern.

Die niedrige Steuerkraft pro Kopf in vergleichbaren Städten war ausschlaggebend dafür, dass die Stadt im Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) berücksichtigt wurde und hohe Zuschüsse erhielt. "Da laufen uns die Oberbayern den Rang ab", sagte Wutzlhofer. Dies war jedoch die Chance den lange gewünschten Aufzug einzubauen. "Man kann schon Anträge stellen, wenn sie jedoch abprallen, dann hilft einem das nichts", sagte Völkl. Mit dem Bürgermeister Andreas Wutzlhofer hatte er jedoch einen Gegenüber zur Seite, der offene Ohren für dieses Anliegen zeigte. "Das war entscheidend." Für Völkl ist das zweistöckige Rathausgebäude nun für alle Behinderten in allen Bereichen gut zu bewältigen. Ob bei Trauungen, Stadtratssitzungen oder sonstigen kulturellen Veranstaltungen wie die Rathauskonzerte sind Behinderte nun nicht mehr außen vor. "Wir sind froh, dass wir jetzt soweit sind", sagte Wutzlhofer. Eventuell werde er den Bürgern nach der Fertigstellung sogar einen "Tag der offenen Tür" anbieten, damit sie sehen, wo die 1,5 Millionen Euro verbaut wurden.

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