10.05.2020 - 15:58 Uhr
VohenstraußOberpfalz

In der evangelischen Stadtkirche Vohenstrauß wird wieder Gottesdienst gefeiert

Bis vorerst in den Herbst hinein wird sich das gemeindliche Leben in der evangelischen Kirchengemeinde gravierend verändern. Pfarrer Dieter Schinke hält auf Wunsch Kontakt zu den älteren Gemeindemitgliedern.

In der evangelischen Kirche findet am Sonntag, um 9.30 Uhr wieder ein Gottesdienst statt. Natürlich unter strengen Regeln.
von Elisabeth DobmayerProfil

Der evangelische Pfarrer Dieter Schinke wird am Sonntag, 17. Mai, um 9.30 Uhr erstmals nach den Ausgangsbeschränkungen wieder einen Gottesdienst in der evangelischen Kirche feiern. „Die Corona-Pandemie hat unseren Alltag vollkommen verändert. In den vergangenen Wochen kam so vieles zum Erliegen. Wir alle sind davon betroffen." Besonders erwähnt er die Familien, die einen Verlust zu beklagen hatten und auf dem Friedhof von einem lieben Menschen Abschied nehmen mussten. "Denken wir auch an die vielen Menschen, die jetzt schon finanzielle Einbußen haben oder in den nächsten Monaten darunter leiden werden“, schreibt der evangelische Pfarrer an seine Gemeindemitglieder.

Wegen der nun für die Gottesdienste geltenden hygienischen Vorschriften und Maßnahmen werden bis auf weiteres keine Gottesdienste in den Außenorten gefeiert. Dafür findet jeden Sonntag in der Stadtkirche in Vohenstrauß ein Gottesdienst statt. Am Festtag Christi Himmelfahrt, 21. Mai, wird wie geplant um 10 Uhr an der Penzachhütte ein Gottesdienst gefeiert. "Allerdings ohne Bewirtung hinterher", bedauert der Geistliche. Die Teilnehmer sollten sich Gartenstühle als Sitzgelegenheit mitbringen und unbedingt die Abstandsregeln einhalten.

Für die Gottesdienste in nächster Zeit gelten folgende Auflagen: Außer bei Ehepaaren oder in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen hat der Abstand zum nächsten Gottesdienstbesucher zwei Meter zu betragen. Im Vohenstraußer Gotteshaus sind deswegen maximal 50 Personen zugelassen. Es muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Der Gemeindegesang ist nur sehr eingeschränkt möglich. Gesang- und Liederbücher liegen in dieser Zeit nicht mehr aus und müssen von zu Hause mitgebracht werden. Es wird auch mit Lied- und Textblättern weitergeholfen.

Die Empore wird für die Gottesdienste in der nächsten Zeit geschlossen bleiben. Am Kircheneingang wird ein Begrüßungsteam von zwei Personen helfen, einen Platz zu finden. Den Ansagen sollen Folge geleistet werden, damit sowohl beim Betreten als auch Verlassen der Kirche der vorgegebene Abstand eingehalten wird.

Die monatlichen Abendmahlsfeiern werden bis Herbst ausgesetzt. Besondere Gottesdienste wie "ANdersGSEHN", Goldene Konfirmation oder die Familienkirche können im Augenblick nicht gefeiert werden. Auch regelmäßige Treffen im Gemeindehaus sind nach wie vor nicht möglich. Älteren Menschen in der Gemeinde bot Schinke an, telefonisch mit ihnen Kontakt zu halten. Vor allem Menschen die ihre Wohnung nicht mehr verlassen können und keine Kinder oder Verwandte vor Ort haben, können so regelmäßig mit dem Seelsorger sprechen.

Wegen der sich für einige Gemeindemitglieder verschlechternden wirtschaftliche Lage hat Schinke ebenfalls eine Bitte: „Wenn Sie finanzielle Einbußen haben oder erwarten, dann betrachten Sie doch unser Kirchgeldschreiben, das Mitte März verschickt wurde, als gegenstandslos.“

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