Weihnachtsgefühl schlich sich beim Adventskonzert mit Christoph Baierl in die Herzen der gut 100 Zuhörer in der Benefiziumskirche St. Johannes Nepomuk am Sonntagabend, als sich die hereinbrechende Dunkelheit über den Ortsteil legte. Der Pleysteiner brachte sein vorzügliches Ensemble mit, dem Kenneth Berger (Piano), Thomas Kaes (1. Geige), Johanna Luther (2. Geige) und Janusz Skutella (Violincello) angehörten. Mit dem meisterhaften „Halleluja“ marschierte der Solist im nur von den Apostelleuchtern erhellten Mittelgang zum Altar und setzte gleich mit dem folgenden ehrwürdigen „Adeste Fideles“ einen weiteren Akzent.
Das amerikanische Weihnachtslied „The Little Drummer Boy“ erzählte die Geschichte eines kleinen Jungen, der es sich nicht leisten konnte dem neugeborenen Jesus ein Geschenk zu machen, bevor es mit wohl einem der bekanntesten Weihnachtslieder „Alle Jahre wieder“ und „Tochter Zion“ eindrucksvoll weiter ging. Aus dem 16. Jahrhundert stammt „Es ist ein Ros entsprungen“. Gerade an Weihnachten an andere Menschen zu denken, mache das Fest noch schöner. „Freundschaft und Familie sind das, was uns im Leben bereichert“, leitete Baierl auf den Popsong „You raise me up“ über, den er zum Besten gab, bevor er mit Kenneth Berger zur Empore hinaufstieg, um mit Orgelbegleitung feinfühlig das bekannte Stück „Maria durch den Dornwald ging“ anzustimmen.
In ihre Kinderzeit erinnerten sich die Besucher bestimmt beim „Kling Glöckchen klingelingeling“ oder „Süßer die Glocken nie klingen“ zurück. Mit dem Lied der Söhne Mannheims „Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt“ demonstrierte Baierl seine gesangliche Vielfältigkeit. Aber auch „The Power of Love“ erklang gefühlvoll im Kirchenschiff und brachte den Kontrast zu den weihnachtlichen Beiträgen.
„Oh Du Fröhliche“ oder dem Schlusslied „Leise rieselt der Schnee“, auch wenn es vor dem Kirchenportal regnete und sich so recht gar keine weihnachtliche Stimmung einstellen wollte. Etwas störend wirkte der Applaus nach jedem einzelnen Beitrag. Stille hätte dem Konzert gutgetan, um die Lieder etwas wirken zu lassen.
Baierls Weihnachtsgeschenk traf in diesem Jahr schon etwas früher ein, verriet er noch in eigener Sache. Im November durfte er auf Einladung von Jürgen Kirner eine Woche lang in München beim Bayerischen Rundfunk für die „Brettl-Spitzen“ Aufnahmen machen. Im nächsten Jahr am 22. März werde die Sendung am Sonntag um 20.15 Uhr im Fernsehen bei den „Brettl-Spitzen“ ausgestrahlt.
















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