08.12.2019 - 09:18 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Fast 45 000 Stunden für die Menschen in der Region

Das BRK ist eine Hilfsorganisation, deren Helfer und Einsatzkräfte sich mit großem sozialen Herz für die Not anderer Menschen engagieren. Die Bereitschaft in Vohenstrauß ist beispielgebend.

Treue Mitglieder wurden mit Urkunden und BRK-Nadeln ausgezeichnet. Elisabeth Meiller (hinten, rechts) und Eva Putzer (Zweite von rechts) sind seit 35 Jahren Mitglied in der Vohenstraußer Bereitschaft. Bei Birgit Scheuner (hinten, links) und Dr. Doris Kurzka (Mitte, links) sind es 25 Jahre.
von Elisabeth DobmayerProfil

44564 ehrenamtliche Stunden haben die Bereitschaftsmitglieder des Bayerischen Roten Kreuzes allein in der Region Vohenstrauß für den Dienst am Menschen erbracht. Am Donnerstagabend zog Bereitschaftsleiter Stephan Kraus im vollbesetzten Rotkreuzhaus Fazit und lobte die hohe Einsatzbereitschaft seiner Mannschaften. Die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) mit den Führungskräften Nadine Bock und Corinna Rewitzer waren heuer weniger mit ihrem Team als sonst gefordert. Lediglich zu einem Betreuungseinsatz rückten die Helfer aufgrund der Anforderung der Polizei zum Autobahnrastplatz Ulrichsberg an der A 6 aus. 16 Personen waren in einem für 9 Insassen zugelassenen Fahrzeug unterwegs. Deshalb wurde ihnen die Weiterfahrt durch die Polizeibeamten untersagt. Drei Mütter benötigten mit ihren sechs Kleinkindern eine Notunterkunft, die vom BRK mit dem Technischen Dienst in Neustadt/WN organisiert wurde. So kamen 18 Ehrenamtsstunden für das Team zusammen.

780 Stunden Dienst am Nächsten in Form des betreuten Fahrdienstes leisteten Elfriede und Willi Helgert mit Franz Rögner. Die SEG-Behandlung unter Leitung von Fabian Ram leistete heuer 292 Stunden. Unter anderem beim großen Nofi-Lauf, bei dem das Team mit zehn Leuten tätig war. Der Sanitätsdienst mit Anja Schaller und Christian Sollfrank organisierten die Absicherungen bei zahlreichen Veranstaltungen. Bei 11 Einsätzen kamen so 284 Stunden zusammen, bei denen sich die Bevölkerung auf adäquate und kompetente Hilfe verlassen konnten. 20 Erste-Hilfe-Kurse bot in routinierter und bewährter Weise allein Josef Solfrank an. Insgesamt addierten sich 52 dieser Unterrichte mit 416 Stunden, in denen den Teilnehmern gewissenhaft Hilfsgrundlagen vermittelt wurden.

Erstaunliche 25 972 Bereitschaftsstunden wurden von 16 Einsatzkräften an den Helfer-vor-Ort-Standorten (HvO) in Eslarn, Waidhaus, Leuchtenberg und Vohenstrauß erbracht. Immerhin wurden die Kräfte 513 Mal von der Integrierten Leitstelle zu Einsätzen alarmiert, um gezielt Erste Hilfe zu gewähren, bis die Rettungsmannschaften am Einsatzort eintreffen. Die meisten Einsätze kamen mit 245 auf die Vohenstraußer Helfer zu, in Waidhaus 70, Leuchtenberg 77 und Eslarn 121.

Für die Blutspendedienste zeichnet sich Alexandra Kropf an den Standorten Eslarn, Moosbach, Pleystein, Tännesberg und Vohenstrauß verantwortlich. 1371 Teilnehmer wurden nach dem Blutspenden mit einer kleinen Brotzeit versorgt. Dadurch fielen 716 Stunden an.

Beim Rettungsdienst kümmert sich Nadine Bock um die Organisation der Alarmierung. Rund 680 Stunden summierten sich für die Aus- und Fortbildung. Für den Rettungsdienst fielen 6642 Stunden an. Im vergangenen Jahr waren es mit 6218 Stunden etwas weniger. Wachleiter Martin Putzer stehen derzeit 14 hauptamtliche Mitarbeiter, 2 Auszubildende zum Notfallsanitäter und 59 ehrenamtliche Kameradinnen und Kameraden zur Dienstplangestaltung zur Verfügung. Dafür bedankte sich der Bereitschaftsleiter ganz besonders bei Martin Putzer und zollte ihm hohen Respekt für diese außerordentliche Leistung. Schon jetzt appellierte Kraus, dass sich die Ehrenamtlichen weiterhin mit mindestens 20 Prozent beim Rettungsdienst einbringen. „Ohne euch Ehrenamtliche hätte der Rettungsdienst nicht diese Monopolstellung gegenüber der privaten Betreiber des Rettungsdienstes“, versicherte Putzer. Sie werden von Einsatzleiter Marco Rappl koordiniert, der mit dem Team 8760 Stunden addierte.

Fort- und Weiterbildungen (684 Stunden) nehmen bei der Bereitschaft einen großen Raum ein. Zwei Mitglieder absolvierten die Ausbildung zum Gruppen- und Truppenführer und auch das Erste-Hilfe-Team wurde verstärkt. Im Frühjahr und Sommer wurden in der Bereitschaft zwei Sanitätsgrundausbildungslehrgänge organisiert. 27 Anwärter legten die Prüfung mit Erfolg ab und verstärken seither die ehrenamtliche Tätigkeit in der Bereitschaft als HvO, bei Absicherungen oder im Rettungsdienst, würdigte Kraus. Bei der Bereitschaft liefen aber auch Termine wie das große Gartenfest auf, an dem jede Hand gebraucht wird.

Kraus übte schließlich auch verhaltene Kritik gegenüber jener in der Bereitschaft, die durch Passivität glänzen. Für die Bereitschaftsleiter Stephan Kraus und Josef Solfrank kam dann ein wehmütiger Augenblick, denn es hieß, sich von zwei fleißigen Kameraden zu verabschieden, die jahrzehntelang beim Blutspendedienst aktiv dabei waren. Josef Schuller und Gerhard Dobmayer erhielten für ihren lobenswerten Einsatz die goldene Ehrenplakette.

Ehrungen:

Bereitschaftsleiter Stephan Kraus hatte an diesem Abend auch einige Ehrungen an seine Mitglieder zu vergeben. Für 40 Jahre wurden geehrt: Dr. Rudolf Poschenrieder, Georg Nickl, Rudolf Großmann und Dr. Horst Buchner. 35 Jahre sind Mitglied beim BRK: Elisabeth Meiller, Eva Putzer und Angelika Renger. 30 Jahre Mitglied ist zwischenzeitlich Stefan Putzer und 25 Jahre Dr. Doris Kurzka, Johanna Putzer und Birgit Scheuner. 20 Jahre: Tanja Böhm, Matthias Meckl und Stefan Schinabeck. 15 Jahre: Nadine Bock, Sylvia Budnik und Max Suckart. 10 Jahre: Andreas Frey, Corinna Renger und Florian Haberkorn. 5 Jahre: Daniel Bäumler, Frederic Dirnberger, Lena Enderlein, Wolfgang Gollwitzer, Alisa Hupfauf, Jannik Kiener, Sophie Nickl und Vanessa Sauer.

Bereitschaftsleiter Stephan Kraus (rechts) und Stellvertreter Josef Solfrank (links) verabschiedeten Josef Schuller (Zweiter von links) und Gerhard Dobmayer (Zweiter von rechts) mit der goldenen Ehrenplakette aus dem Blutspendeteam. Jahrzehntelang konnten sich das BRK auf die beiden Mitstreiter verlassen.
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