Vohenstrauß
02.08.2026 - 09:36 Uhr

Feuerwehr löscht in Vohenstrauß nächtlichen Küchenbrand – Häuser evakuiert

Mitten in der Nacht rissen das Heulen der Sirenen und das grelle Blaulicht Anwohner an der Waidhauser Straße aus dem Schlaf. In einer Erdgeschosswohnung brannte es lichterloh. Dank Rauchmeldern konnte sich eine Familie rechtzeitig retten.

In Vohenstrauß hat es am Samstagabend, 1. August, einen Feuerwehreinsatz gegeben, der für viel Aufsehen im Wohngebiet sorgte, am Ende aber konnte eine größere Katastrophe durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte und dank funktionierender Rauchmelder abgewendet werden. Was war passiert? Kurz vor Mitternacht rückten die Feuerwehren zu einem Wohnungsbrand in einem Mehrparteienhaus der Gemeinnützigen Baugenossenschaft in der Sternstraße aus.

Um 23.50 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz die Meldung über einen Wohnungsbrand in dem von insgesamt fünf Parteien bewohnten Gebäude ein. Wenige Minuten später trafen die ersten Feuerwehrkräfte ein. Während das Blaulicht die nächtliche Sternstraße in ein gespenstisches Licht tauchte, verschafften sich die Einsatzkräfte rasch einen Überblick über die Lage. Aus Sicherheitsgründen wurde das gesamte Wohnhaus umgehend evakuiert. Vorsorglich räumten die Einsatzkräfte außerdem das unmittelbar angrenzende Nachbargebäude, um jegliche Gefahr für weitere Bewohner auszuschließen.

Rauchmelder retten Familie

Während die Feuerwehr unter Atemschutz gegen die Flammen vorging, kümmerten sich Rettungskräfte um die betroffenen Hausbewohner. Besonders dramatisch war die Situation für die dreiköpfige Familie aus der Erdgeschosswohnung, in der das Feuer ausgebrochen war. Die installierten Rauchmelder schlugen rechtzeitig Alarm und weckten die bereits schlafenden Bewohner. Dadurch konnten sie ihre Wohnung noch rechtzeitig verlassen und sich unverletzt ins Freie retten.

Bis auf leichte Rauchgasvergiftungen kamen glücklicherweise keine Menschen ernsthaft zu Schaden. Allerdings war das ganze Viertel in Aufruhr. Viele Bewohner ringsum liefen auf die Straße. Die Brandwohnung wurde durch das Feuer erheblich beschädigt und ist derzeit unbewohnbar. Nach Abschluss der Löscharbeiten fand die betroffene Familie zunächst bei Verwandten Unterkunft. Die übrigen Bewohner konnten nach dem Einsatz wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Mit Drucklüftern befreiten die Feuerwehrleute den Gebäudetrakt anschließend vom dichten Rauch.

Brandursache noch unklar

Die Polizeiinspektion Vohenstrauß hat am Sonntagmorgen eine Pressemitteilung zu dem Brand veröffentlicht. Zur Brandursache machten die Beamten darin noch keine Angaben. In der Mitteilung ist jedoch die Rede von einem "Küchenbrand". Das könnte ein Hinweis auf eine mögliche Ursache sein, ist aber nicht bestätigt.

Das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte verhinderte eine weitere Ausbreitung der Flammen auf andere Wohnungen und bewahrte das Gebäude vor noch größeren Schäden. Die liegen nach ersten Schätzungen im unteren sechsstelligen Euro-Bereich. Neben den Feuerwehren aus Vohenstrauß, Pleystein, Oberlind, Waldau und Altenstadt waren auch Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes vor Ort. Sie versorgten die Bewohner und betreuten sie.

Stadtkommandant Anton Schwägerl leitete den Einsatz. Beteiligt war auch Kreisbrandinspektor Martin Weig. Der Brand zeigt einmal mehr, wie wichtig funktionierende Rauchmelder sind. Sie gaben der schlafenden Familie die entscheidenden Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen – und ermöglichten zugleich eine schnelle Alarmierung der Feuerwehr.

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