29.09.2019 - 11:50 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Finale im Friedrich

Noch einmal verwandelt die Musikinitiative das "Friedrich" in eine kleine Konzerthalle. Folkrocker Martin Moskau beschert der Reihe einen würdigen Abschluss. Wenn es nach den Verantwortlichen geht, war es aber nicht der letzte Auftritt.

Martin Moskau schließt die Konzertreihe "Live im Friedrich" ab. Der Regensburger spielt Folkrock und begeistert das Publikum mit seiner rauchigen und gefühlvollen Stimme.
von ENSProfil

Das Friedrich ist voll – wieder einmal. Auch dieses Mal sind zahlreiche Gäste gekommen, um einen gemütlichen Abend mit Livemusik zu genießen. Der Freitagabend markiert damit das vorläufige Ende einer Erfolgsgeschichte. "Wir waren an jedem Konzertabend mehr als ausverkauft", sagt Veit Reisberger. Der Betreiber des "Friedrich" blickt zurück auf insgesamt neun Auftritte lokaler Musiker. Jeder Abend sei für sich genommen besonders gewesen. Jeder Musiker brachte seinen eigenen Stil mit ins "Friedrich" und erzählte in den Texten zum Teil ganz persönliche Geschichten.

"Und dabei ist alles komplett unkompliziert abgelaufen", sagte Reisberger. Die Zusammenarbeit mit der Musikinitiative habe stets reibungslos funktioniert. Ihr gilt auch sein besonderer Dank. "Ihre Mitglieder haben dieses Event in und für Vohenstrauß erst möglich gemacht. Als hier noch eine Baustelle war, kamen sie bereits auf mich zu und wollten gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Das hat mir total imponiert. Ich war sofort begeistert von der Idee", erzählt Reisberger.

Daran schließt Paul Hüttl von der Musikinitiative an: "Wir haben uns dann gleich auf die Suche gemacht und ein Programm zusammengestellt. Alle Musiker kommen aus der Region und sind Teil unseres Musiknetzwerks." Wegen des wenigen Platzes wurde sich auf Musiker mit schlankem Setup, meist reduziert auf Gesang und Begleitung per Akustikgitarre, beschränkt.

"Dieser Stil passt perfekt hier her", meint auch Reisberger. Während dieser unaufdringlichen Musik könne nebenher auch entspannt zu Abend gegessen oder ein Drink an der Bar genossen werden. Nach dem Auftritt hätten sich die Musiker dann einfach mit dazugesetzt. "So entstanden lange, interessante und ganz persönliche Gespräche. Man erfuhr etwas über den Menschen hinter der Musik und die Werke an sich. Das schätze ich besonders", sagt der Betreiber.

Martin Moskaus Texte erzählen zum Teil ebenfalls persönliche Geschichten. Andere seiner Lieder wiederum beinhalten Sozialkritik. Verpackt hat der Regensburger seine Botschaften in ausdrucksstarken Folkrock. Mit seiner rauchigen, kräftigen und dennoch gefühlvollen Stimme bietet er dem Vohenstraußer Publikum aber auch Coversongs von Johnny Cash über Oasis bis hin zu den Foo Fighters.

Dann verklingt aber auch der letzte Ton der Gitarrensaiten und das abschließende Konzert von "Live im Friedrich" geht zu Ende. Doch wenn es nach Reisberger geht, soll es nicht dabei bleiben: "Es war wunderbar. Sehr, sehr gerne wieder." Konkrete Pläne gebe es zwar noch nicht, Hüttl stellt aber in Aussicht: "Es spricht nichts dagegen. Wir werden schauen, dass wir auch in Zukunft wieder gemeinsam etwas auf die Beine stellen."

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