13.12.2019 - 10:18 Uhr
VohenstraußOberpfalz

"Gelbwursttreppe" für Kinder

Dort wo früher Cremes und Puderdöschen zum Verkauf kamen, werden nun Fleisch- und Wurstwaren die Kunden erfreuen. Das Geschäft ist nicht wiederzuerkennen.

Dekan Alexander Hösl, zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier, Carolin Hausner, Alexander Hausner und Stadtpfarrer Dieter Schinke (von links nach rechts) stoßen auf den gelungenen Umbau an.
von Elisabeth DobmayerProfil

Den roten Teppich rollte die Metzgerei Hausner & Peugler GmbH & Co. KG am Mittwochabend in der Altenstadter Straße 6 für seine Gäste aus, die zu den offiziellen Einweihungsfeierlichkeiten, dem neudeutschen Pre-Opening, geladen waren, wie sich Alexander Hausner in seiner Begrüßung ausdrückte. Die ehemalige Schlecker-Filiale ist nicht wiederzuerkennen und die Besucher staunten nur so, was sich während des Umbaus hier entwickelte. „Wir haben die vergangenen drei bis vier Monate das Gebäude einmal auf links gedreht und es ist uns gut gelungen“, sprach Hausner die tiefgreifende Umbauphase an. Die Handwerker hätten die Firma dabei bestens unterstützt. Vor allem die unmittelbaren Nachbarn der angrenzenden Geschäfte hieß Hausner neben seinen Mitarbeitern willkommen, denn sie hätten in der Umbauzeit vieles ertragen müssen. „Während bei uns mit dem Bagger gefahren wurde, weil Abwasserleitungen vergraben werden mussten, war es für die unmittelbaren Beschäftigten nicht ganz so lustig. Aber sie haben es mit Bravour ertragen“, lobte der Redner, der auch im Namen seiner Cousine Carolin Hausner dankte.

Gleich neben der „Gelbwursttreppe“, die vermutlich der Höhepunkt für die Kinder beim Einkauf wird und ihnen zum Gelbwurstglück verhilft, erteilten die Vertreter der beiden Kirchen Dekan Alexander Hösl und Stadtpfarrer Dieter Schinke dem neuen und ansprechenden Geschäft den kirchlichen Segen. „Sie wollen mit ihrem Betrieb und Tieren aus der Region ein Zeichen gegen das Negativimage der Landwirtschaft oder der tierverarbeitenden Betriebe setzen. Erzeugnisse werden so nicht erst um die halbe Welt gekarrt sondern die Tiere kommen aus einer artgerechten Haltung und Verarbeitung“, hob Dekan Hösl hervor.

Das sei für Konsumenten heute ein wichtiges Kriterium und so gehöre Vertrauen zum Metzger vor Ort und die Beziehung zwischen Verkäufer und Käufer könne hiermit auf solide Beine gestellt werden. Dafür gelte es der Familie Hausner danke zu sagen, dass es ihnen in dieser Zeit ein Anliegen sei, das Geschäft und den Betrieb mit diesen Leitlinien zu führen. Damit komme die Familie auch der Christenpflicht nach, das Tier- und Menschenwohl im Blick zu haben. Für Vohenstrauß stelle diese Metzgereifiliale eine große Bereicherung dar, sagte der Geistliche.

Zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier überbrachte die Grüße der Stadt zu diesem gelungenen Umbau, in Räumen, die seit der Insolvenz der Firma Schlecker leer standen und nun einer neuen Nutzung zugeführt wurden. Für diese Innovation und Investition dankte Münchmeier. Immerhin sei die Familienmetzgerei seit 1974 in Vohenstrauß vor Ort. Münchmeier sprach auch die großen Veränderungen der Lebensmittelläden in diesem Bereich von Vohenstrauß an. „Da ist viel Bewegung drin, Vohenstrauß ist ein attraktiver Standort.“ Mit dem Bau der befahrbaren Rampe vom Norma-Parkplatz zum neuen Geschäft hätten die Unternehmer großen Weitblick bewiesen, lobte Münchmeier. Anschließend erhoben alle das Glas auf den gelungenen Start und auf eine erfolgreiche Zukunft.

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