17.02.2020 - 10:13 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Gipfelstürmer mit vielen Hobbys

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer gratulierte Hans Oppelt bewusst zum "70.". Grund: Die 80 Jahre sieht man dem Vohenstraußer, der immer flotten Schrittes unterwegs und noch überaus tatkräftig ist, keinesfalls an.

Hans Oppelt ist nach wie vor ein Gipfelstürmer. Nichts hält ihn auf. Zu seinem 80. Ehrentag scharten sich natürlich seine Töchter Elisabeth (links) und Ines (rechts) sowie die Enkel Sophie, Jeremias und Jonas um den Papa und Opa. Der evangelische Stadtpfarrer Dieter Schinke, OWV-Vorsitzender Erwin Scholz und Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (hinten, von links nach rechts) überbrachten ebenfalls die besten Glück- und Segenswünsche zum Ehrentag.
von Elisabeth DobmayerProfil

Die künstlerischen Spuren von Hans Oppelt sind in der ganzen Region an unzähligen Marterln, Wegkreuzen, Gedenkstätten und selbst in Gotteshäusern zu entdecken. Auch das Friedenskreuz auf dem „Fuchssteinach“ ging durch seine Hände und genauso die Seitenaltäre in der evangelischen Stadtkirche sowie vieles andere mehr. Nun vollendete der überaus agile und vitale Mann sein 80. Lebensjahr. Er ist vermutlich der rüstigste und gefühlt jüngste 80er, dem Bürgermeister Andreas Wutzlhofer zu diesem Ehrentag gratulierte.

Oppelt ist ein wahrer Gipfelstürmer und ist mit seinen Wanderkameraden keineswegs mit langsamen Schritten unterwegs. „Zur Zugspitze ist er uns vorausgelaufen“, berichtete Erwin Scholz, der den eifrigen OWV-Mitstreiter, der über viele Jahre tatkräftig im Ausschuss mitarbeitete, ebenfalls herzlich zum runden Jubiläum gratulierte. Hans Oppelt ist ein weitgereister Mann. Ob das Himalaya-Gebirge in Asien, der Kilimandscharo in Tansania, die Serengeti in Afrika oder das Inselparadies Sansibar im indischen Ozean, all diese Ziele wecken bei ihm viele schöne Erinnerungen.

Der im schlesischen Haida am 15. Februar 1940 geborene Hans Oppelt erlebte mit seinen Eltern und der Vertreibung aus der Heimat die wohl schlimmste Zeit seines Lebens. In Pleystein wurde die Familie, zu der noch Hans Oppelts vier Jahre jüngerer Bruder gehörte, nach der Flucht 1945 ansässig. Schon immer packte der gelernte Porzellanmaler, der zuerst bei der Firma Seltmann arbeitete, kräftig an, wenn Hilfe gebraucht wurde. Beim alten Schwimmbad in Pleystein war er ebenfalls mit von der Partie. Der damalige Ministerpräsident Alfons Goppel spendierte bei einer Stippvisite in der Rosenquarzstadt sogar einen Kasten Bier, erinnert sich Oppelt.

1974 heiratete er Dorothea „Dorle“ Oppelt, eine geborene Würschinger und zog dadurch in die Pfalzgrafenstadt. Seine Töchter Elisabeth und Ines wurden geboren und heute zählen neben den Schwiegersöhnen auch die drei Enkel Sophie, Jeremias und Jonas zu Opas „wertvollen Schätzen“. In der Pleysteiner Molkerei und bei der Firma Deglmann war Hans Oppelt bis zum Ruhestand Büroangestellter. Sein erster Beruf wurde ihm später zum großen Hobby. Malen ist seine große Leidenschaft, der er auch nach dem plötzlichen Tod seiner Ehefrau im April 2018, noch immer gerne nachgeht. Schnitzen und Restaurieren gehören ebenso zum Alltag. Verschrieben hat er sich genauso dem Naturschutz in der Region. Ob beim Oberpfälzer Waldverein oder beim Landesverband für Vogelschutz zählt Oppelt zu den Aktivkräften.

Über Jahre hinweg pflegte er mit anderen Mitstreitern die wunderbare und mit seltenen Orchideen bewachsene Wiese am „Schinderhannes“-Weiher bei Waldau, die deswegen nur einmal im Frühjahr gemäht werden darf, aber darum umso mehr Einsatz abverlangt. Hinter vorgehaltener Hand wird Oppelt auch als „Fanclub-Vorsitzender“ des evangelischen Posaunenchors von allen wertgeschätzt. Sein Schnitzer-Hobby übt er nach wie vor gerne bei den Waldthurner Holzschnitzern aus oder er fährt regelmäßig zum Mal-Treff ins Maria-Seltmann-Haus nach Weiden, um seine künstlerischen Fähigkeiten auszuleben, wie viele Unikate als Stillleben oder Landschaftsmalerei in seinem Eigenheim beweisen.Stolz präsentierte er dem evangelischen Stadtpfarrer Dieter Schinke und Bürgermeister Andreas Wutzlhofer die Oppelt-Ahnen-Chronik aus drei Jahrhunderten, die sein Bruder für die nachfolgenden Generationen erstellte und in der beeindruckende Bilder vom ehemaligen familiären Glasschleiferbetrieb in Haida zeigen, wie bereits sein Großvater Kunstvolles herstellte.

Hans Oppelt ist nach wie vor ein Gipfelstürmer. Nichts hält ihn auf. Zu seinem 80. Ehrentag scharten sich natürlich seine Töchter Elisabeth (links) und Ines (rechts) sowie die Enkel Sophie, Jeremias und Jonas um den Papa und Opa. Der evangelische Stadtpfarrer Dieter Schinke, OWV-Vorsitzender Erwin Scholz und Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (hinten, von links nach rechts) überbrachten ebenfalls die besten Glück- und Segenswünsche zum Ehrentag.
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