Vohenstrauß
10.10.2018 - 10:48 Uhr

Gute Geister der Sakristei

Die beiden Zwillinge Evi Kelnhofer und Claudia Reinl sehen sich nicht nur zum Verwechseln ähnlich sondern gehen auch der gleichen Ehrenamtsbeschäftigung nach. Ihr Metier ist die Sakristei.

Evi Kelnhofer (Zweite von links) und Claudia Reinl (Zweite von rechts) sind seit 30 Jahren die guten Geister in der evangelischen Stadtkirche. Der evangelische Stadtpfarrer Dieter Schinke und Vertrauensfrau im Kirchenvorstand, Ulrike Kießling würdigten ihre Verdienste am Rande des Erntedankgottesdienstes. Bild: dob
Evi Kelnhofer (Zweite von links) und Claudia Reinl (Zweite von rechts) sind seit 30 Jahren die guten Geister in der evangelischen Stadtkirche. Der evangelische Stadtpfarrer Dieter Schinke und Vertrauensfrau im Kirchenvorstand, Ulrike Kießling würdigten ihre Verdienste am Rande des Erntedankgottesdienstes.

Schon oft war bei Kelnhofer und Reinl die Rede vom „doppelten Lottchen“. Die Zwillinge erhielten am Erntedanksonntag kräftigen Applaus als Dank für 30 Jahre Mesnerdienst in der evangelischen Gemeinde.

Für Stadtpfarrer Dieter Schinke konnte es nicht passender sein, als am Erntedankfest seinen Mesnerinnen Dank zu sagen. Ideengeberin für diese Aufgabe war Christine Seidl. Vor 30 Jahren fragte sie die beiden Konfirmandinnen, ob sie nicht übergangsweise beim kirchlichen Ehrenamt mithelfen könnten. „Aus diesem Aushelfen ist regelmäßiger Mesnerdienst geworden“. Pfarrer Schinke ist erst seit rund einem halben Jahr in Vohenstrauß und ihm ist schon bald aufgefallen, wie schön die Stadtkirche geschmückt und gepflegt wird. „Man tritt ein in einen ansprechenden Kirchenraum und fühlt sich wohl.“ Claudia Reinl und ihre verheiratete Zwillingsschwester Evi Kelnhofer pflegen nicht nur das Gotteshaus, sondern kümmern sich auch um den Blumenschmuck und den geordneten Ablauf der Gottesdienste. „Sie wiesen mich in die Lautsprecheranlage ein oder zeigten mir die Handhabung der Mikrofone“, meinte Pfarrer Schinke, der auf die Hilfe der beiden Frauen jederzeit bauen kann, wie schon seine Vorgänger Pfarrer Hermann Bock und Pfarrer Peter Peischl. Im Namen des Kirchenvorstands dankte Ulrike Kießling den Frauen für die jahrzehntelange Unterstützung. Sie bringen sich nicht nur im Mesnerdienst ehrenamtlich ein, sondern in vielen anderen Bereichen der Gemeinde. Kießling sprach die Hoffnung aus, dass sich die beiden Schwestern als Vorbild Ernst Wittmann nehmen könnten, der 50 Jahre, von 1931 bis 1981, den zuverlässig Mesnerdienst verrichtete. Zumindest könnte diese lange Zeit auch weiterer Ansporn für sie sein.

 
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