31.08.2018 - 18:20 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Eine haarige Angelegenheit

Am Samstag, 1. September, wird weltweit "Tag des Bartes" gefeiert. Günther Schönberger, Friseurmeister und selbst Bartträger, gibt Einblicke in das Thema Bart und Tipps für die Pflege.

Günther Schönberger in seinem Salon in Vohenstrauß. Der markante Schnurrbart ist sein Markenzeichen.
von ENSProfil

"Ich kann mir nicht vorstellen, meinen Bart abzurasieren. Das wäre ja, als sei man nicht angezogen", sagt Günther Schönberger. Seit seinem 16. Lebensjahr trägt er Bart. "Ich habe schon viele Formen und Variationen ausprobiert. Vom Vollbart bis zum dünnen Schnauzer, alles war schon dabei", erinnert sich der 64-Jährige.

Seine Lieblingsform habe er beim vielen Ausprobieren letztendlich gefunden. Ein mächtiger Schnauzer ziert seine Oberlippe seit über 20 Jahren. Mittlerweile ist der Bart zu seinem Markenzeichen geworden. Es brauche aber jahrelange Geduld und vor allem intensive Pflege, bis der Bart diesen Stil annimmt.

"Generell ist die Pflege des Bartes essenziell", sagt Schönberger. "Männer machen häufig einen gravierenden Fehler: Sie pflegen ihren Bart zu wenig. Dabei ist genau das das Erfolgsgeheimnis." Ansonsten sei ein Bart etwas sehr Individuelles. "Man muss viele Faktoren berücksichtigen. Wachstum, Gesichtsform und natürlich den eigenen Geschmack", sagt der Friseur.

An Pflegeprodukten scheitere es aktuell nicht. "Früher hat es in diesem Bereich fast nichts gegeben. Heute sind die Regale der Drogeriemärkte voll mit Bartpflegeprodukten. Die Unternehmen haben sich an die Kundenwünsche angepasst", sagt Schönberger. "Das mit dem Bart ist ein Auf und Ab. Seit einigen Jahren ist er wieder voll im Trend."

Jetzt kämen viele Kunden, um sich ihren Bart frisieren zu lassen. Auch Johannes Stahl aus Kainzmühle ist regelmäßig in Schönbergers Salon in Vohenstrauß. Seit vier Jahren lässt er sich einen Vollbart wachsen. Genau wie der Friseur kann er sich nicht vorstellen, seinen Bart abzurasieren. "Er ist einfach schön. Ein Bart hat Stil", sagt Stahl.

Das finden mittlerweile so viele, dass es einen weltweiten "Tag des Bartes" gibt. Am ersten Samstag im September dreht sich alles um die Gesichtsbehaarung des Mannes. Schönberger hat von dem Aktionstag bisher noch nichts gehört, findet ihn aber gut. "Warum auch nicht", sagt er , "heutzutage gibt es doch alles. Außerdem bekommt das Thema dadurch Aufmerksamkeit." Und für alle, die keinen Bart tragen, gibt es am 18. Oktober den "Ohne-Bart-Tag" zu feiern.

Viele Kunden lassen sich mittlerweile den Bart frisieren. Auch Johannes Stahl vertraut auf Günther Schönberger.

Info:

Zur Reinigung des Bartes empfiehlt Günther Schönberger mildes Shampoo und Conditioner. Anschließend dürfe der Bart nicht heiß geföhnt werden, da er sonst austrockne und die Haare spröde werden. Zum Kämmen benutzt der Friseur großzahnige Kämme oder Naturhaarbürsten. Außerdem muss der Bart regelmäßig mit Bartöl oder Bartwichse gepflegt werden.

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