Vohenstrauß
08.11.2018 - 11:28 Uhr

Hütbrunnenweg wieder befahrbar

Am Donnerstagvormittag erfolgt die Verkehrsfreigabe. Die ersten Autos rollen unmittelbar danach über die neu ausgebaute Strecke. Vor allem aus dem östlichen Bereich wird die Umgehung gerne genutzt.

Dritter Bürgermeister Johann Gollwitzer durfte während seiner 28-jährigen Tätigkeit im Stadtrat erstmals einen Straßenzug freigeben. Bauamtsleiter Hans Balk, Dietmar Hammerl von der Bamler Bauingenieur GmbH, Willi Schmid und Daniel Groß von der Firma Scharnagl sowie Außendienstleiter Karl Frey (von rechts nach links) waren bei dem kleinen Festakt dabei. Im Hintergrund wartete bereits das erste Fahrzeug. Für die bauausführende Firma gab es allseits viel Lob. Bild: dob
Dritter Bürgermeister Johann Gollwitzer durfte während seiner 28-jährigen Tätigkeit im Stadtrat erstmals einen Straßenzug freigeben. Bauamtsleiter Hans Balk, Dietmar Hammerl von der Bamler Bauingenieur GmbH, Willi Schmid und Daniel Groß von der Firma Scharnagl sowie Außendienstleiter Karl Frey (von rechts nach links) waren bei dem kleinen Festakt dabei. Im Hintergrund wartete bereits das erste Fahrzeug. Für die bauausführende Firma gab es allseits viel Lob.

Obwohl dritter Bürgermeister Johann Gollwitzer bereits 28 Jahre im Stadtrat tätig ist, feierte er am Donnerstagvormittag eine Premiere: „Eine Straße durfte ich bisher noch nie freigeben.“ Nach einer rekordverdächtigen Bauzeit durch die Baufirma Scharnagl aus Weiden von nur 12 Wochen, abzüglich 1 Woche Betriebsurlaub, wurde am Donnerstagvormittag der Hütbrunnenweg für den Verkehr freigegeben. Die ersten Fahrzeuge rollten bereits kurz danach über die neuausgebaute Strecke, die vor allem für Fahrzeugteilnehmer aus dem östlichen Landkreisbereich eine wertvolle Verbindung und Umgehung darstellt.

„Die Baumaßnahme ist sehr flott gelaufen und man sieht, wenn alle zusammenspielen dann läuft es“, versicherte Gollwitzer. „Ein Gewerbegebiet gehört vernünftig angeschlossen“, sagte der Bürgermeisterstellvertreter weiter. Dietmar Hammerl von der Bamler Bauingenieur GmbH lobte ebenfalls die hervorragende Arbeit der bauausführenden Firma, die trotz späteren Baubeginns eine Punktlandung hinlegte. „Bis heute waren die Arbeiter vor Ort und haben die letzten Handgriffe mit der Setzung der Straßenleitpfosten ausgeführt und die Kehrmaschine beseitigte noch wenige Stunden zuvor die letzten Bauspuren, führte Hammerl aus. Bauleiter Willi Schmid bedankte sich im Namen des Firmeninhabers Wolfgang Scharnagl für den Auftrag. Das milde Wetter hatte einen entscheidenden Anteil an der schnellen und termingerechten Bauausführung, räumte er ein.

Weiter hob er die sehr gute Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauamtsleiter Hans Balk und Außendienstleiter Karl Frey hervor. Der fehlende Wildschutzzaun wird noch folgen. Die Ausbaulänge beträgt im Vollausbau rund 904 Meter. Die restlichen 50 Meter wurden nur abgefräst und mit einer neuen Deckschicht versehen. Auch in der unmittelbar benachbarten Straße „Am Forst“ wurde die bituminöse Deckschicht auf einer Länge von 50 Metern erneuert. Rund 65 Zentimeter tief musste die Baustrecke ausgekoffert und mit 51 Zentimeter Frostschutz, 10 Zentimeter Tragschicht und einer 4 Zentimeter starken Asphaltschicht neu aufgebaut werden.

Zudem richtete die Stadt im Zuge der Maßnahme eine Brauchwasserentnahmestelle für die Bewohner im östlichen Stadtteil bei der ehemaligen Aufbereitungsanlage der „Plattenquelle“ ein und stattete den Bereich mit einer neu asphaltierten Zufahrt aus. Um eine Wasserentnahme zu ermöglichen wurden rund 240 Meter Stromkabel verlegt. Die bisherige Straßenbreite von 4,10 Metern wurde auf 5,50 Meter erweitert. Dadurch ist nun auch der Begegnungsverkehr Lastkraftwagen und Autos möglich, ohne auf die Bankette ausweichen zu müssen, wie dies vorher der Fall war. Zusätzlich wurden auch die beidseitigen Bankette mit einer Breite von bis zu einem Meter mit Frostschutz befestigt. Entlang des rechten Waldgrundstücks errichteten die Bauarbeiter eine Stahlschutzplanke, da sonst die vorhandenen Bäume aus Sicherheitsgründen auf einer Breite von 7,50 Meter der Säge zum Opfer gefallen wären.

Aus naturschutzrechtlichen Gesichtspunkten entschieden sich die Verantwortlichen jedoch dafür den Baumbestand zu erhalten. Vor der Einmündung in die Kreisstraße NEW 32 nach Pleystein wurden auf der linken Seite rund 300 Sträucher wie Hasel, Sal-Weide, schwarzer und roter Holunder, Hundsrose und Schlehe als Ausgleichsmaßnahme für die Rodung der Großbäume gepflanzt. Die Gesamtkosten für den Ausbau der Straße betragen brutto zirka 873 000 Euro. Die zuwendungsfähigen Kosten belaufen sich auf 731 000 Euro. Von der Regierung der Oberpfalz wird die Maßnahme mit 57,46 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert, was einen Zuschuss von 420 000 Euro entspricht. Vor allem den Anwohnern der Galgenbergsiedlung sprach der stellvertretende Bürgermeister seinen Dank für die Geduld während der Bauausführung aus.

Die Bewohner im östlichen Teil der Stadt werden sich freuen. Mit der Baumaßnahme am Hütbrunnenweg wurde auch eine Brauchwasserentnahmestelle eingerichtet, um die Trinkwasserressourcen zu schonen. Bild: dob
Die Bewohner im östlichen Teil der Stadt werden sich freuen. Mit der Baumaßnahme am Hütbrunnenweg wurde auch eine Brauchwasserentnahmestelle eingerichtet, um die Trinkwasserressourcen zu schonen.
 
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