19.11.2018 - 16:52 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Josef Roderer stirbt mit 64 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit

Der ehemalige Soldatenvereinsvorsitzende stirbt am Volkstrauertag. Er hatte ihn viele Jahre mitorganisiert.

Josef Roderer ist nach kurzer aber schwerer Krankheit im Alter von 64 Jahren am Volkstrauertag gestorben.
von Elisabeth DobmayerProfil

Der Volkstrauertag spielte im Leben von Josef Roderer eine besondere Rolle. Jahr für Jahr übernahm er die Organisation des Gedenkens und selbst heuer verfasste der mit unzähligen Abzeichen und Ehrungen ausgezeichnete Hauptfeldwebel der Reserve an seine Mitglieder ein Rundschreiben. Die Fahnenabordnungen sollten vollzählig und mit Unterstützung der Mitglieder an der Ehrung am Mahnmal teilnehmen, appelierte er. Sein Platz blieb aus Krankheitsgründen aber leer. Roderer ist am Volkstrauertag, 18 November, im Alter von 64 Jahren gestorben.

Seine Leidenschaft gehörte dem Soldatenverein und den Reservisten. Noch Mitte Oktober besuchte er die 186 Rekruten der Ausbildungsunterstützungskompanie 122 aus Weiden und der 112 aus Cham, die ihren feierlichen Eid auf dem Volksfestplatz ablegten. Ende Oktober kümmerte er sich wie jedes Jahr um die Sammelaktion der Kriegsgräberhilfe, damit an den Friedhofseingängen am Allerheiligentag alles seine Ordnung hatte. Roderer prägte den Krieger- und Soldatenverein, der heute nur mehr als Soldatenverein geführt wird. Er stand ihm seit 1997 vor. Von 1979 bis 1996 baute Roderer den Pleysteiner Veteranen- und Reservistenverein mit auf und war deren Vorsitzender.

Dem Reservistenverband gehörte Josef Roderer seit 1977 an und er war von 1982 bis 1994 stellvertretender Kreisvorsitzender. Noch im vergangenen Jahr wurde er für 40 Jahre Reservistenmitgliedschaft gewürdigt. Roderer trat engagiert für den Reservistenverband ein, erklärte Kreisorganisationsleiter Günter Bogner. Alle Dienste, ob als Schießleiter, bei der Ausbildung oder bei den Waffensachkundeprüfungen Anfang der 90er Jahre, den Kriegsgräbersammlungen und -fahrten – Josef Roderer war stets mit Herzblut dabei. Sein Versicherungsbüro in der Ringgasse war für viele Soldaten und Reservisten erste Anlaufstelle. Die Beerdigung ist am Donnerstag, 22. November, um 14.30 Uhr in der katholischen Stadtpfarrkirche. Seine beiden Söhne Josef und Christian mit Familien trauern um ihren Vater, der bei den Panzerjägern, der Artillerie, den Panzergrenadieren, den Gebirgsjägern auf der Winklmoosalm und den Heeresfliegern während seiner Bundeswehrzeit Dienst leistete.

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