Vohenstrauß
06.07.2018 - 14:43 Uhr

Mit Jungfernfahrt hoch hinaus

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer ist vom neuen Rathausaufzug überzeugt. Trotzdem empfiehlt er seinen Bediensteten, den Aufzug nicht zu nutzen.

Es ist geschafft, der Aufzug ist bereit: Der TÜV-Prüfer (rechts) legt letzte Hand an, dann kann Bürgermeister Andreas Wutzlhofer erstmals den Startknopf drücken. Mit dabei sind Architekt Josef Schönberger und Auszubildender Maximilian Rewitzer (von links). dob
Es ist geschafft, der Aufzug ist bereit: Der TÜV-Prüfer (rechts) legt letzte Hand an, dann kann Bürgermeister Andreas Wutzlhofer erstmals den Startknopf drücken. Mit dabei sind Architekt Josef Schönberger und Auszubildender Maximilian Rewitzer (von links).

(dob) „Ein wichtiger Baustein der laufenden Rathaussanierung ist nun fertiggestellt“, freute sich Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, als er eine „Jungfernfahrt“ im neueingebauten Fahrstuhl im Rathaus unternimmt. Ohne Anstrengung gelangt er bis in den obersten Stock. Vor ihm probierte bereits Auszubildender Maximilian Rewitzer das Fortbewegungsmittel aus. Den ganzen Tag war ein TÜV-Mitarbeiter vor Ort und prüfte den Einbau ganz genau. Dann gab er grünes Licht für die erste Fahrt. „Damit haben wir den gesetzten Zeitplan für Anfang Juli voll eingehalten“, sagte Wutzlhofer. Er freute sich, dass die Stockwerke nun barrierefrei erreichbar sind.

Der Aufzug war ein wesentlicher Bestandteil des Kommunalen Investitionsprogramms (KIP). Bisher waren Rollstuhlfahrer im Rathaus nicht zu beneiden. Für Amtsgeschäfte kamen die Bediensteten ins Erdgeschoß. Das ist nun vorbei. Gehbehinderte oder Mütter mit Kinderwägen können sich nun bequem im Haus bewegen. „Unser Herzstück ist nun betriebsbereit.“ Die Firma "Schmitt + Sohn" aus Nürnberg bekam den Auftrag von der Stadt. Das Büro aus Bayreuth setzte den Auftrag um. Mit vier Haltestellen fährt der Personenaufzug in einer Förderhöhe von 10,60 Metern in einem rund zwölf Meter hohen Schacht. Pro Sekunde legt das Transportmittel einen Meter zurück und bietet acht Personen mit bis zu 630 Kilogramm Tragkraft.

Der Bürgermeister will aber trotzdem weiter flott zu Fuß unterwegs sein und den Aufzug meiden. Auch von den Bediensteten werde er das verlangen. „So lange man gesund ist und Treppen steigen kann, soll man das auch tun.“ Architekt Josef Schönberger ist bei der „Jungfernfahrt“ ebenfalls anwesend, lässt aber dem Bürgermeister den Vortritt und läuft wie bisher behände über die Treppe. Die Sanierung im Rathaus geht einstweilen weiter. Sie wird noch einige Monate in Anspruch nehmen, informierte der Bürgermeister.

 
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