19.10.2020 - 14:13 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Kleine Dinge ganz groß

Die Makroaufnahmen, die Josef Schell aus Letzau beim monatlichen Clubabend der Fotofreunde Vohenstrauß zeigt, lösen allseits großes Staunen und Bewunderung aus.

Die Bilder lösten bei den Fotoclubmitgliedern größte Bewunderung aus. Josef Schell bewies einmal mehr, welche Geduld er für sein Hobby aufbringt.
von Elisabeth DobmayerProfil

„Kleine Dinge ganz groß“, so überschrieb Josef Schell seinen Vortrag, der beim monatlichen Treffen des Fotoclubs Vohenstrauß im Stammlokal „Drei Lilien“ im Mittelpunkt stand. Zuvor berichtete der Vorsitzende Johann Gmeiner, dass der Fotoclub seit einigen Tagen über eine eigene Homepage verfügt, die von Thomas Stock gestaltet wurde. Die Anwesenden zollten dafür großen Beifall und Anerkennung. Die Seite kann unter fotoclub-vohenstrauss.de aufgerufen werden. Neben Bildbeiträgen von Mitgliedern enthält die Homepage Informationen über künftige Termine und Aktivitäten des Clubs sowie ein Archiv mit den Artikeln über vergangene Treffen.

Mit dem anschließenden Vortrag stellte Josef Schell wieder einmal sein Können auf dem Gebiet der Makrofotografie unter Beweis. Nicht nur im heimischen Garten beobachtete er mit unendlicher Geduld Schmetterlinge und allerlei Insekten auf Blüten und Gräsern bei der Nahrungssuche und hielt sie im Bild fest. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Hobbyfotograf weiß er natürlich auch, wann und vor allem wo welche Blumen zu finden sind.

So entstanden viele der gezeigten Aufnahmen im Waldgebiet Elm, im Eschenbacher Moor oder auch in einem Naturschutzgebiet im Taubertal, wo er vor allem Orchideen als Motiv wählte. Bei dieser Gelegenheit konnte er auch Tagfalter wie Kaisermantel und Schachbrett sowie die Schmetterlingshafte aus der Ordnung der Netzflügler beobachten. Märzenbecher, Akelei, Seidelbast und Winterlinge waren nur einige der in Großaufnahme gezeigten Blüten, auf denen allerlei Insekten, Hummeln und Käfer oder auch Raupen nach Nahrung suchten, wie ein Marienkäfer, beim Vertilgen von Blattläusen im Bild festgehalten wurde. Am Ende erntete Josef Schell viel Beifall für seinen Vortrag, der wieder einmal zeigte, wie faszinierend auch kleine Dinge sein können. Man muss sich nur mit der entsprechenden Geduld in der Natur umschauen.

Neue Perspektiven von mehr oder weniger bekannten Orten zeigte im Anschluss Christian Höllerer. Bei einem Urlaub auf Rügen nutzte er die Gelegenheit, bekannte Sehenswürdigkeiten der Insel einmal anders zu präsentieren. Mit einer Drohne konnte er von oben einen Blick auf Kap Arkona, die Steilküste mit den Kreidefelsen und andere bekannte Objekte werfen. Die Mosel mit den Weinbergen und Orten wie Cochem bot ebenfalls einen lohnenden Blick aus der Vogelperspektive. Selbst das Schotterwerk bei Micheldorf eröffnet – von oben betrachtet – ganz neue Einblicke.

Schließlich zeigte Helmut Luckhardt noch seine Aufnahmen von Heidelibellen. Er hatte zudem das unwahrscheinliche Glück, eine Binsenjungfer beim Schlüpfen vor die Kamera zu bekommen. Nach gut einer Stunde, als ihre ausgestreckten Flügel an der Luft getrocknet waren, konnte er auch noch ihren ersten Flug im Bild festhalten.

In einer geselligen Runde wurde noch über die gezeigten Aufnahmen diskutiert, bevor man sich in dem Bewusstsein verabschiedete, dass es durchaus fraglich ist, ob aufgrund der augenblicklichen Situation die folgenden Termine eingehalten werden können.

Die Bilder lösten bei den Fotoclubmitgliedern größte Bewunderung aus. Josef Schell bewies einmal mehr, welche Geduld er für sein Hobby aufbringt.
Die Bilder lösten bei den Fotoclubmitgliedern größte Bewunderung aus. Josef Schell bewies einmal mehr, welche Geduld er für sein Hobby aufbringt.
Die Bilder lösten bei den Fotoclubmitgliedern größte Bewunderung aus. Josef Schell bewies einmal mehr, welche Geduld er für sein Hobby aufbringt.
Die Bilder lösten bei den Fotoclubmitgliedern größte Bewunderung aus. Josef Schell bewies einmal mehr, welche Geduld er für sein Hobby aufbringt.
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