Das Kreiskriegertreffen in Vohenstrauß bildete zugleich den zentralen Beitrag zum Veteranentag im Altlandkreis Vohenstrauß. Zahlreiche Fahnenabordnungen, Ehrengäste und Vereinsmitglieder nahmen an der Feier teil. Von der katholischen Stadtpfarrkirche aus setzte sich der Festzug unter der Leitung des Vorsitzenden des Soldatenvereins Vohenstrauß, Günter Schober, in Bewegung. Musikalisch begleitet wurde er von der Stadtkapelle Pleystein unter der Leitung von Markus Schulz. Ziel war das Alte Kriegerdenkmal am Marktplatz, wo die feierliche Totenehrung stattfand.
Kreisvorsitzender Richard Berger aus Pleystein betonte die Bedeutung von Tradition und Erinnerungskultur. Es gehe darum, den Opfern von Krieg und Gewalt in würdiger Weise zu gedenken und ihr Schicksal nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Der Veteranentag würdige zugleich den Einsatz aktiver und ehemaliger Soldaten der Bundeswehr.
Den Frieden verteidigen
Bürgermeister Uli Münchmeier stellte den Zusammenhang zwischen Frieden, Freiheit und Verteidigungsbereitschaft heraus. Mit einem Zitat des französischen Staatsmannes Robert Schuman erinnerte er daran, dass Frieden aktiver Anstrengungen bedürfe. Wer Frieden bewahren wolle, müsse in der Lage sein, ihn zu verteidigen – nicht aus Machtstreben, sondern aus Verantwortung gegenüber den Menschen und den Werten einer demokratischen Gesellschaft. Münchmeier dankte den Soldaten der Bundeswehr für ihren Dienst und würdigte zugleich die Arbeit der Soldaten- und Kriegervereine.
Auch Richard Berger richtete den Blick auf die Friedensbotschaft, die von den Kriegsgräbern ausgehe. Die zahlreichen aktuellen Krisen und Kriege führten vor Augen, wie zerbrechlich Frieden sein könne. Unter Berufung auf den Schriftsteller Bernard Shaw erinnerte Berger daran, dass Kriege von Staatsmännern verantwortet würden, während Soldaten deren Folgen tragen müssten. Deshalb gelte allen Soldaten besonderer Respekt und ehrendes Gedenken.
Nach einem Schweigemoment stellten Richard Berger und Bürgermeister Münchmeier eine Blumenschale am Denkmal ab. Während die Melodie von „Der gute Kamerad“ erklang, gaben die Moosbacher Böllerschützen drei Salutschüsse ab. Mit dem Deutschlandlied und der Bayernhymne fand die Gedenkfeier am Kriegerdenkmal ihren feierlichen Abschluss.
Abzeichen und Verdienstkreuze
Im Anschluss kamen die Teilnehmer im Biergarten des Gasthauses „Schübl’adl“ zusammen. Dort würdigte die stellvertretende Landrätin Andrea Lang die 150-jährige Geschichte des Soldatenvereins Vohenstrauß als eindrucksvolles Zeugnis gelebter Verantwortung, Gemeinschaft und Tradition. Die aktuellen Entwicklungen in Europa und der Welt zeigten eindringlich, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit sei. Gerade deshalb komme dem Veteranentag eine wichtige Rolle zu. Tradition zu bewahren bedeute nicht, an der Vergangenheit festzuhalten, sondern aus ihr Verantwortung für die Zukunft abzuleiten.
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jubiläum 150 Jahre Soldatenverein Vohenstrauß und des Kreiskriegertreffens zeichnete Kreisvorsitzender Richard Berger verdiente Persönlichkeiten mit dem Veteranenabzeichen aus. Vom Krieger- und Soldatenverein Tröbes wurden Josef Schafbauer, Johann Schießlbauer, Josef Gatz, Johann Voit, Alfred Bauer, Josef Gürtler und Georg Frischholz gewürdigt. Vom Soldatenverein Vohenstrauß dürfen sich Corbinian Kraus, Tim Walbrunn und Dominik Gesierich das Abzeichen ans Revers ihrer Uniform stecken. Vom Krieger- und Soldatenverein Leuchtenberg wurden Josef Winter, Gerd Scharff, Siegfried Kammerer und Jürgen Scharff geehrt und vom Krieger- und Soldatenverein Tännesberg Georg Ebnet. Das Große Verdienstkreuz am Bande durften der Vorsitzende des Soldatenvereins Vohenstrauß, Günter Schober, und der stellvertretende Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Tröbes, Georg Frischholz, entgegennehmen.




















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.