Sieben Kugelkirschenbäume entlang der Friedrichstraße werden dieser Tage durch Kugelplatanen ersetzt. Grund ist eine Krankheit, die sich unter den im Jahr 2009 gepflanzten Bäumen breit machte und deren Leben besiegelte. Außendienstleiter Karl Frey bedauerte, dass dieser Befall so überhandnahm und die Kugelkirschen, auch als Prunus fruticosa „Globosa“ bekannt, absterben ließ. „Wir mussten jetzt handeln.“
Zwar sei die Kugelkirsche eigentlich ein wenig anfälliger Baum, doch vor einem Pilzbefall der die Versorgung vor allem der Krone mit Wasser verhindert, ist man nie gefeit. Hat sich der Pilz erst verbreitet, so wirkt der Baum kränklich und kümmerlich und das Wachstum der Krone ist gemindert oder kommt völlig zum Stillstand. „In den meisten Fällen bleibt dann nur noch den Baum zu ersetzen, so wie in unserem Fall“, sagt der Außendienstleiter.
Ersetzt werden die Bäume mit ahornblättrigen Platanen, die äußerst resistent gegen Hitze sind, und auch wenig Wasser brauchen. Angesichts der vergangenen trockenen Sommer müsse man auch bei der Stadt umdenken und auf diese Kriterien achten, so Frey. Außerdem vertragen die Bäume Salz im Boden, was in den Wintermonaten für andere Bäume oft problematisch ist. Platanen sind sehr schnittverträglich und können problemlos in Form gebracht werden.
Die neuen Exemplare sind eine Hybridform aus dem 17. Jahrhundert, deren Eltern die Amerikanische Platane und Morgenländische Platane sind. Der sommergrüne Laubbaum wird bis zu 30 Metern hoch und entwickelt eine bis zu 25 Meter breite Krone, wenn er nicht in Form gehalten wird. Platanen können bis zu 300 Jahre alt werden. Mit der Zeit blättert die dunkelgraubraune Borke ab und zeigt darunter eine gelbgraue Färbung. Platanen sind sogenannte Herzwurzler, denn sie kombinieren die Fähigkeiten eine optimale Versorgung aus der Tiefe zu holen und die Nährstoffe und das Wasser aus den oberflächennahen Bodenschichten zu ziehen. Deshalb sind Herzwurzler auch extrem anpassungsfähig und entwickeln ihr Wurzelsystem nach den Gegebenheiten. Eine Platane kostet der Stadt 320 Euro.















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