Familie, Freunde und Wegbegleiter waren gekommen, um Michael Hummer zu seinem 90. Geburtstag hochleben zu lassen. Für die passende musikalische Gestaltung sorgte die „Goldbachmuse“, alles Nachwuchsmusikanten der Roggensteiner Jugendkapelle. Hummer blickt auf ein Leben zurück, das von Fleiß, Verantwortungsbewusstsein und einem außergewöhnlichen Engagement für das Vereinswesen geprägt ist. Besonders eng verbunden ist sein Name mit dem Raupen- und Baggerverein Vohenstrauß. Diesen rief er 1965 ins Leben und führte ihn 59 Jahre lang als Vorsitzender. Erst im vergangenen Jahr übergab er das Amt, dem Verein aber bleibt er als Ehrenvorsitzender weiterhin verbunden.
An seiner Seite steht seit 71 Jahren seine Ehefrau Annemarie, geborene Höllerer. Im vergangenen Jahr feierte das Paar seine Gnadenhochzeit. Kirchlich getraut wurde das Paar am 19. Februar 1955 in der ehemaligen Klosterkapelle in Eslarn. Aus der Ehe gingen die Söhne Gerhard, Harald und Michael hervor. Doch Hummers Lebensweg war nicht nur von Freude geprägt: Der älteste Sohn Gerhard kam bei einem Verkehrsunfall mit gerade einmal 30 Jahren ums Leben. Inzwischen gehören auch drei Enkel und vier Urenkel zur Familie.
Viele berufliche Stationen
Beruflich führte es den am 1. Februar 1936 geborenen Eslarner nach Vohenstrauß. In der Metzgerei Janner erlernte er das Metzgerhandwerk und war später auch im Gasthof „Schübl’adl“ beschäftigt, bevor er ins Baugewerbe wechselte. Als Maschinist und Schachtmeister war er in verschiedenen Firmen tätig. Einen hervorragenden Ruf erwarb er sich auch als Pächter der Gastwirtschaft „Zur Eisenbahn“. Schließlich fand er im städtischen Bauhof seine berufliche Heimat, wo er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1996 arbeitete.
Engagement für Vereine
Vereine waren für Michael Hummer seit jeher mehr als nur ein Hobby. Neben dem Raupen- und Baggerverein engagierte er sich unter anderem zehn Jahre lang als Vorsitzender des VdK-Ortsverbands Waidhaus sowie vier Jahre als Chef der Waidhauser Vereinsgemeinschaft. Für sein jahrzehntelanges, außergewöhnliches Engagement im Vereinswesen wurde Hummer vor einigen Jahren mit einer besonderen Auszeichnung des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer geehrt. Kein Wunder also, dass sich an seinem Ehrentag zahlreiche Gratulanten im Gasthof „Grüner Baum“ einfanden, darunter auch die gesamte Familie Günther Schmidt, der er eng verbunden ist. Zu den Gratulanten zählten auch Pfarrer Ronald Liesaus und der Männergesangverein Pleystein. Zuversichtlich und mit einem Lächeln erklärte der Jubilar: „Ich mache die 100 voll.“ Eine Aussage, die Bürgermeister Andreas Wutzlhofer sofort quittierte: „Wenn das einer schafft, dann bist du es.“













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