28.06.2018 - 15:10 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Leo Karl ist tot

Ein tragischer Arbeitsunfall reißt den bekannten und arbeitsamen Vohenstraußer aus dem Leben, in dem er noch so viel vorhatte.

Leo Karl ist am Mittwochnachmittag im Alter von 66 Jahren nach einem tragischen Arbeitsunfall im Regensburger Klinikum gestorben.
von Elisabeth DobmayerProfil

Es ist eine furchtbar traurige Nachricht, die in der Stadt am Mittwochabend die Runde in der Bevölkerung macht. Der bekannte Vohenstraußer Leo Karl, der einen Hausmeisterservicebetrieb führte, ist tot. Nach einem tragischen Arbeitsunfall am Montag ist er am Mittwochnachmittag im Uniklinikum Regensburg seinen schweren Verletzungen erlegen. Unzähligen Hausbesitzern ist der äußerst tatkräftige und sehr hilfsbereite Mann eine feste Stütze und Hilfe in allen Bereichen rund ums Haus gewesen.

Kein Tag verging, ohne dass man den fleißigen Mann mit seinem roten Caddy nicht auf den Straßen antraf. Immer ein Lächeln auf den Lippen und ein flotter Gruß mit der Hand – so kannten ihn die Vohenstraußer. Wann immer jemand einen Handwerksdienst auszuführen hatte, bei Leo Karl fühlten sich die Leute gut aufgehoben, denn er ging mit großem Sachverstand an die ihm gestellten Aufgaben heran und erledigte sie mit einer großen Akkuratesse. Seit rund 15 Jahren ist der 66-Jährige selbstständig. Zudem war er im Betrieb seines Sohnes Michael, der im Vohenstraußer Gewerbegebiet einen Zimmereibetrieb führt, ein wertvoller Ratgeber und unvorstellbarer nützlicher Helfer.

Geboren wurde Karl in Tröbes. In einer Großfamilie wuchs er mit seinen Geschwistern auf. Nach der Schulzeit erlernte er bei der Vohenstraußer Firma Wittmann den Beruf des Zimmermanns. Später war er bei der Firma Drabsch in Pleystein als Möbelschreiner und als Küchenmonteur bei der Firma Sindersberger angestellt. Seine beiden Kinder Michael und Melanie sowie die vier Enkelkinder bedeuteten ihm alles. Rund um die Uhr war der Vater und Großvater für sie im Einsatz. Erst vor sechs Wochen ließ er sich auf dem städtischen Friedhof eine Gruft errichten, um für später vorzusorgen. Dass er diese Ruhestätte so schnell beziehen würde, hätte er sich im Traum nicht gedacht. Seine Kinder verlieren mit ihm nicht nur den Vater sondern einen väterlichen Kameraden, der stets zur Stelle war.

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