Wer dem rüstigen Jubilar begegnet, merkt schnell, dass er sich nicht nur eine bemerkenswerte Vitalität bewahrt hat, sondern auch eine tiefe Verbundenheit zu seinen Wurzeln. Gerne erzählt Manfred Kraus von seiner Kinder- und Jugendzeit in der tschechischen Heimat. An seinem 80. Geburtstag blickte er im Beisein zahlreicher Gratulanten auch zurück.
Aufgewachsen und in die Schule gegangen ist er in der Nähe von Prag, später erwarben seine Eltern ein Anwesen in Kösteldorf (Černava) in der Karlsbader Region. Nach der Schulzeit erlernte er den Beruf des Maurers und leistete sogar seinen Militärdienst ab. Bis heute spricht er seine Muttersprache fließend und pflegt enge Kontakte nach Tschechien. Seit Dr. Martin Pazdera in Roggenstein wohnt, kann er sich mit ihm in seiner Muttersprache unterhalten. Besonders freut ihn, dass ein ehemaliger Schulkamerad aus Tschechien zur großen Geburtstagsfeier am Wochenende nach Roggenstein kommen wird.
Das Jahr 1968 brachte für die Familie einen tiefen Einschnitt. Mit ihren drei Kindern wurde sie aus der Heimat vertrieben und fand schließlich in Waldau eine neue Bleibe. Dort nahm sie die Familie Frischholz auf. In Waldau begegnete Manfred Kraus 1970 Barbara Maier, die damals im Gasthaus Zilbauer arbeitete. Beim Fensterputzen fiel sie dem jungen Mann ins Auge – und offenbar sprang der Funke sofort über. Bereits ein Jahr später, am 24. Juli 1971, gaben sie sich auf dem Fahrenberg das Jawort.
Als Maurer arbeitete Manfred Kraus zunächst beim Baugeschäft Wittmann in Vohenstrauß und später bei der Firma Wolfrath in Roggenstein. 1975 begannen sie mit dem Bau ihres Eigenheims am Althausweg 1. Die Kinder Franziska, Mathias und Maria machten das Familienglück komplett. Heute bereichert Enkel Kilian das Leben der Großeltern.
Auch im Ruhestand blieb Manfred Kraus ein Mensch, der anpackt. Besonders eng verbunden ist er seit Jahrzehnten mit den Roggensteiner Vereinen. Sein Herz schlägt vor allem für die Freiwillige Feuerwehr, deren Ehrenmitglied er ist. Bis zu seinem 70. Lebensjahr führte er zudem das Vereinslokal im Feuerwehrhaus; über viele Jahre ein wichtiger Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft. Dabei konnte er sich stets auf die Unterstützung seiner Ehefrau Barbara verlassen.
Seine Freizeit verbringt der Jubilar gerne in seiner Werkstatt. Als leidenschaftlicher Hobbyschreiner und Drechsler hat er dort bereits zahlreiche beeindruckende Werkstücke geschaffen, darunter auch ein Wohnzimmerschrank. Eine weitere Leidenschaft war das Radfahren. Gemeinsam mit einer festen Gruppe unternahm er alljährlich die Wallfahrt nach Altötting. Im kommenden Jahr kann die Radlergemeinschaft bereits ihre 40. Fahrt feiern. Mittlerweile lässt es der Jubilar etwas ruhiger angehen.
Zu den ersten Gratulanten gehörten am Donnerstag Zweiter Bürgermeister Josef Maier und Ortssprecher Wolfgang Kiesbauer.













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