04.10.2018 - 15:18 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Nächste Station: Olympische Spiele

Die zwei Gaujugendkönige der Oberlinder St.-Thomas-Schützen, Andreas Bäumler und Paulus Kellner, werden mit einem Empfang im Rathaus gewürdigt. Für die Schützen gibt es nun nur noch ein Ziel, meint Bürgermeister Andreas Wutzlhofer.

Großer Empfang im Rathaus: Die beiden Gaukönige Andreas Bäumler (Zweiter von links) und Paulus Kellner (Zweiter von rechts) werden im Rathaus empfangen und von Gauschützenmeister Stefan Brandmiller, Schützenmeister Peter Meier und Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (von links nach rechts) ausgezeichnet.
von Elisabeth DobmayerProfil

Für Bäumler aus Obertresenfeld (Luftpistole) und Kellner aus Oberlind (Luftgewehr) machte Wutzlhofer eine Ausnahme. Er lies die Musikanten „Aus Stadt und Land“, „Mein Heimatland“ oder den „Böhmischen Traum“ beim „kleinen Oktoberfest im großen Sitzungssaal“ aufschmettern. Noch vor der offiziellen Freigabe nach der großen Rathaussanierung lassen die 30 Musikanten der Jugendkapelle Roggenstein die Herzen der Zuhörer höher schlagen. Die Oberlinder St.-Thomas-Schützen haben zwei Gaukönige in einer Saison. Die Teilnahme bei der Deutschen Meisterschaft in Hochbrück zeichnet Andreas Bäumler aus Obertresenfeld als besten bayerischen Schützen aus. Bäumler erreichte noch dazu bei der Deutschen Meisterschaft in Hochbrück mit 181 von möglichen 200 Ringen einen stolzen siebten Platz und war damit bester bayerischer Schütze.

„Wir tragen musikalisch etwas dazu bei, dass es für euch ein unvergesslicher Tag wird“, versicherte Kapellmeister Josef Wolfrath, der aus eigener Erfahrung weiß, was es bedeutet, als Gaukönig aufzutreten. Immerhin ist auch sein Name 1976 in die schwere zinnerne Kette eingraviert worden, die Paulus Kellner um den Hals trug. Die offizielle Ehrung fand schließlich eine Etage tiefer im kleinen Sitzungssaal statt. Renate Kellner hatte beim Bürgermeister diesen ehrenvollen Termin eingefädekt. „Solche Erfolge gehören gebührend gefeiert“, versicherte auch Schützenmeister Peter Meier, der voll des Lobes über den Trainingsfleiß der Geehrten war.

Gauschützenmeister Stefan Brandmiller übermittelte die Grüße des gesamten Sportschützengrenzgaus und zollte Andreas Bäumler Respekt für den erneuten Gaukönigstitel. Was der 14-Jährige in den vergangen zwei Jahren an Titeln holte, schafften andere ein ganzes Leben nicht. Er sei ein wahres Aushängeschild im Sportschützengrenzgau, betonte Brandmiller. Noch dazu ist das Schießen mit der Luftpistole viel schwieriger als mit dem Luftgewehr.

Andreas Bäumler heimste schon zweimal den Gaukönigstitel ein, einmal den Bezirkskönig, wurde Vizegaumeister 2017, Bezirksmeister 2018, Bayerischer Vizemeister 2018 und erreichte den sagenhaften siebten Platz bei der Deutschen Meisterschaft. Den St.-Thomas-Schützen dankte der Gauschützenmeister für die hervorragende Jugendarbeit und Förderung der Nachwuchsschützen. Der Gau werde dadurch sehr gut nach außen vertreten. Andreas Bäumler überreichte Brandmiller die „Kleine Gauehrennadel“ des Sportschützengrenzgaus für die vielen Verdienste in den vergangenen zwei Jahren. „Die bekommen andere Schützen erst mit 40 und mehr Jahren“, erklärte Renate Kellner am Rande fest. Paulus Kellner lobte Brandmiller ebenfalls als guten Schützen, der hervorragende Leistungen erbringt. Er wünschte „Gut Schuss“ für die Zukunft. „Die Oberlinder St.-Thomas-Schützen räumen immer wieder ab“, staunte Bürgermeister Wutzlhofer. Bereits im Jahr 2011 rief der damalige Schützenmeister Hans Kellner den Ortsteil zum „Königreich“ aus. Warum es gerade bei den Schützen in Oberlind so gut funktioniere, liege vermutlich daran, dass sich Trainingsfleiß, Konzentrationsvermögen, Nervenstärke und Zielsicherheit paaren.

Sicher sei es auch das optimale Umfeld im Schützenhaus und die ausgezeichnete sportliche Betreuung mit einer vorbildlichen Nachwuchsarbeit. „Das Zusammenhalten zwischen Alt und Jung wird hier beispielhaft gepflegt.“ Für ihn sei es immer wieder beeindruckend, mit welchem Stolz der Verein seine Tradition hochhält und das gesellschaftliche Leben im Ort bereichert. Als Steigerung gebe es nur mehr die Teilnahme an der Weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen, stellte der Rathauschef in Aussicht. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die unvergessenen Leistungen von Petra Horneber aus Floß, die bei den olympischen Spielen in Atlanta 1996 die Silbermedaille mitbrachte und bei den Roggensteiner „Edelweiß“-Schützen trainierte. Großen Gefallen am Schießsport findet ebenso Paulus Kellner. Heuer brachte er den Oberlindern einen zweiten Königstitel von der Gauebene mit nach Hause. Mit einer Anerkennungsurkunde und einem Gutschein gratulierte der Bürgermeister beiden Königen zum Ehrentitel.

Die Roggensteiner Jugendkapelle unter Leitung von Kapellmeister Josef Wolfrath (rechts) schmettert zu Ehren der Gaukönige Andreas Bäumler und Paulus Kellner auf.
Die Roggensteiner Jugendkapelle unter Leitung von Kapellmeister Josef Wolfrath (rechts) schmettert zu Ehren der Gaukönige Andreas Bäumler und Paulus Kellner auf. In der schweren zinnernen Kette ist auch der Name Wolfraths eingraviert, der den Titel 1976 erwarb.
Da hilft alles nichts. Als bester bayerischer Schütze bei der Deutschen Meisterschaft in Hochbrück muss Andreas Bäumler auch sein musikalisches Geschick unter Beweis stellen.
Souverän dirigiert Gaukönig Paulus Kellner die Jugendkapelle Roggenstein, bei der er selbst Mitglied ist.
Da hilft alles nichts. Als bester bayerischer Schütze bei der Deutschen Meisterschaft in Hochbrück muss Andreas Bäumler auch sein musikalisches Geschick unter Beweis stellen.

Das Zusammenhalten zwischen Alt und Jung wird hier beispielhaft gepflegt.

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.