03.12.2018 - 14:03 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Nikolausbesuch: Statt Schlitten lieber Schlauchboot

Nicht ganz so viele Kinder wie üblich drängeln sich heuer um den hohen Gast, der bei seiner Stippvisite im Schlosshof ganz durchnässt wird.

Die vierjährige Bianca Bauer zeigte vor dem rauschebärtigen heiligen Mann keine Scheu und ging in das Rund, um den Stab zu halten. Sie war auch die Erste, die ein Geschenk vom hohen Himmelsgast erhielt.
von Elisabeth DobmayerProfil

Eigentlich hätte der Nikolaus in diesem Jahr eher ein Schlauchboot als einen Schlitten gebraucht, denn der Regen machte den Besuch des heiligen Mannes zu einer nassen Angelegenheit. Abhalten ließen sich Eltern und Kinder trotzdem nicht, bei der Friedrichsburg vorbeizukommen, und den Gast mit goldener Bischofsmütze gebührend in Empfang zu nehmen. Mit schwerem Schritt kam der Nikolaus mit seinem dunklen Gesellen Knecht Ruprecht über das Kopfsteinpflaster geschritten in der „an jedem ersten Sonntag im Advent ein Kerzlein brennt“. „Wenn es weihnachtet und alle Kinder schauen, in die Herzen Ruhe kehret ein, viele Düfte und Lichter an den Häusern zu vernehmen sind, dann kommt meine Zeit“, meinte der Himmelsbote, der „von weit her angereist ist“. Die vierjährige Bianca Bauer zeigte keine Scheu und ging tapfer in die Mitte des Kreises, um den Stab des Nikolauses während seiner Ansprache zu halten. Sie war es dann auch, die den ersten Schokoladennikolaus aus den Händen mit den weißen Handschuhen in Empfang nehmen durfte. Ein lautes „Ja“ kam aus den Kinderreihen, als der Bischof Nikolaus fragte, ob denn auch alle anderen Kinder ein Geschenk von ihm bekommen wollten. Die Feuerwehrleute unterstützten Nikolaus und Knecht Ruprecht beim Verteilen der Süßigkeiten, die alljährlich von der Stadt gesponsert werden.

"Seid ihr auch schön brav gewesen?" Diese Frage des Bischofs wird von den Kindern stets mit einem "Ja" beantwortet. Die Eltern sind da oft anderer Meinung.
"Seid ihr auch schön brav gewesen?" Diese Frage des Bischof Nikolaus wird von den Kindern stets mit einem "Ja" beantwortet. Die Eltern sind da oft anderer Meinung.
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