13.08.2019 - 10:36 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Im Notfall wissen, was zu tun ist

30 Kinder verfolgten genau, wie man sich im Ernstfall verhält und wie schnell Erste Hilfe geleistet werden kann. Die BRK-Bereitschaft hatte zu dem Thema eine Ferien-Aktion angeboten.

Der Helfer vor Ort Josef Solfrank erklärt den Kindern genau, wie mit bewusstlosen Personen verfahren wird.
von Elisabeth DobmayerProfil

Der Samstagnachmittag im Rotkreuzhaus stieß auf großes Interesse. Nachdem sich 30 Kinder angemeldet hatten, hatte Bereitschaftsleiter Stephan Kraus einen Aufnahmestopp verhängt.

Auf der Rettungsdecke im Rotkreuzhaus lag vor BRK-Retter Josef Solfrank ein Mädchen. Scheinbar reglos, die Augen geschlossen, die Arme und Beine von sich gestreckt. Rundum saßen Buben und Mädchen und verfolgten genau, was passierte. Viele wussten bereits bestens Bescheid, was in einem solchen Fall zu tun ist. „Das haben wir schon in der Schule gelernt“, rief ein Bub, der auch gleich nach vorne kam und den anderen vorführte, was im Ernstfall zu tun ist. „Erst einmal laut anrufen.“

Weil sich das Mädchen auch auf das laute Zurufen nicht bewegte, nahm Solfrank vorsichtig ihren Kopf nach hinten und legte sein Ohr an deren Nase und Lippen. „Gott sei Dank, sie atmet noch.“ Falls dies aber nicht der Fall sein sollte, stehe eine Herzdruckmassage an. Die wurde an einer Puppe vorgeführt. Der Bub wusste genau, wo sich der Druckpunkt befindet. „Du hast aber sehr gut aufgepasst“, lobte Solfrank, der auch das Absetzen eines Notrufs im Programm hatte.

Spielerisch sollten die Kinder lernen, was in einem akuten Notfall zu tun ist. Da gehört natürlich auch die stabile Seitenlage dazu, die Anna Rupprecht und Fabian Ram vorführten und mit den Kindern einübten. „Man nimmt die Hand des Verletzten, legt sie an die Wange, greift danach ans Bein, stellt geschickt das Knie auf und mit einem beherzten Schwung ist die reglose Person zur Seite gedreht.“ Schnell könnten sich Kinder Verletzungen zuziehen, auch beim Spielen. Da ist es gut zu wissen, wie ein Finger, Knie oder Ellbogen am besten mit Verbänden und Pflaster versorgt wird.

Heinrich Rewitzer und Volker Sailer, die sich bei der Bereitschaft als Helfer vor Ort (HvO) einbringen, waren dazu geradezu prädestiniert. Stephan Kraus und Nadine Bock empfingen die Kinder eine Station weiter am Rettungs- und Krankenwagen und erklärten die einzelnen Details. Währenddessen werkelten Alexandra Kropf und Manuela Stark in der Rotkreuzhausküche, um eine kleine Brotzeit mit Wiener Würstchen und Semmeln vorzubereiten.

Der Helfer vor Ort Josef Solfrank erklärt den Kindern genau, wie mit bewusstlosen Personen verfahren wird.
Der Helfer vor Ort Josef Solfrank erklärt den Kindern genau, wie mit bewusstlosen Personen verfahren wird.
Der Helfer vor Ort Josef Solfrank erklärt den Kindern genau, wie mit bewusstlosen Personen verfahren wird.
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