Mit Josef Felber ist ein Freund vieler Vohenstraußer in der Partnerstadt Stříbro (Mies) verstorben. Josef Felber wurde am 2. November 1934 in Stříbro in eine gemischte Ehe geboren. Seine Mutter war tschechischer und sein Vater deutscher Nationalität. Aufgrund der historischen Umstände beeinflusste diese Tatsache sein ganzes Leben. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es im Leben des Elfjährigen Josef zu zwei großen Veränderungen. Er musste Tschechisch lernen, dabei half ihm sein tschechischer Freund mit dem er eine lebenslange Freundschaft schloss und zum anderen hatte er die erzwungene Ausreise aller Angehörigen seines Vaters aus ihrem Geburtsort nach Bayern zu verkraften.
In dem Haus, in dem Josef Felber aufwuchs, betrieb sein Großvater einen Elektrobetrieb und eine Autowerkstatt. Von daher rührte sein lebenslanges Hobby rund um Autos. Nach dem Studium an der mittleren Automobilschule arbeitete er als Maschinentechniker in einem Unternehmen das Straßen und Brücken baute. Nach dem Fall des
Kommunismus setzte er seine fachlichen und sprachlichen Kenntnisse in der deutsch-tschechischen Firma Bögl und Krysl als Dolmetscher und Übersetzer ein. Als Fußballfan blieb er dem FC Bayern München treu verbunden, der sein Herzensklub war. Die Kenntnisse der drei Sprachen Deutsch, Dialekt und Tschechisch kam Josef Felber nach 1989 zugute. Insbesondere im Bereich der Begegnung mit den Gebürtigen aus der Gegend von Mies. Mehrere ehemalige Klassenkameraden und Freunde fanden in Stříbro bei Familie Felber einen Ort an dem sie Erinnerungen austauschen konnten. Er half sehr gerne bei verschiedenen Anlässen. Felber genoss es unter Menschen zu sein. Aus Liebe zu Gott und seinem tiefen christlichen Glauben widmete er viel Energie der Pfarrgemeinde. Nicht nur im Rahmen der Städtepartnerschaft von Mies und Vohenstrauß, die ihm am Herzen lag und bei deren Entstehen er auch mit dem damaligen zweiten Bürgermeister und stellvertretenden Landrat Horst Frötschl eng zusammenarbeite, der ebenfalls gebürtiger Mieser war. Darüber hinaus leistete Felber auch praktische Hilfe bei vielen Reparaturarbeiten der Dekanalkirche seines Heimatorts. Er war stets bereit, persönlich zu helfen oder weitere Helfer zu organisieren.
Für die Kirche, in der er getauft wurde und von klein auf ministrierte, suchte er immer finanzielle Unterstützung zu generieren. Dank der Großzügigkeit seines Arbeitgebers konnte er nicht nur die Unterstützung der Kirche in Stříbro vermitteln, sondern auch die des Bistums in Pilsen. Der Pilsener Dom spielte eine wichtige Rolle im Leben von Josef Felber. Im Rahmen seiner Gemeindeaktivitäten besuchte er regelmäßig Bischof František Radkovský in Pilsen, den er sehr schätzte. In der St. Bartholomäuskirche (damals noch keine Kathedrale) erlebte Felber auch den wertvollen Moment der Eheschließung mit seiner Frau Irena. Sie war es, die ihren Mann bis zum letzten Moment seines Lebens treu zur Seite stand. Zusammen mit den beiden Söhnen kümmerte sie sich um ihren Ehemann während seiner langen Krankheitsphase. Am 8. Februar, einen Tag nach seinem 60. Hochzeitstag, starb Felber nun in seinem Geburtszimmer. Die Familie und Freunde werden sich am Samstag, 16. Februar, um 11 Uhr in der Allerheiligenkirche in Stříbro von ihm verabschieden.













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