01.12.2019 - 14:58 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Penzachhütte soll nicht verkommen

Die Penzachhütte ist ein schmuckes Wanderziel. Doch was tun mit dem traditionsreichen Bau? Die Suche nach Ideen läuft.

Wer kümmert sich zukünftig um die Penzachhütte? Sicher ist: Ein "Feierhaisl" soll es nicht werden.
von Elisabeth DobmayerProfil

Stadtrat Volker Wappmann hat in der Sitzung des Jugend-, Tourismus- und Kulturausschusses Bürgermeister Andreas Wutzlhofer und die Gremiumsmitglieder aufgefordert, sich Gedanken über die Penzachhütte in der Thelemannanlage zu machen, die sich im Besitz der Stadt befindet. Bisher kümmerte sich der Bürgerverein um die Anlage.

Die Penzachhütte wurde von Forstrat Franz Christoph Thelemann gebaut, der von 1863 bis 1909 am Staatlichen Forstamt in Vohenstrauß wirkte. Thelemann ließ unter anderem Flächen auf der Neuwirtshauser Höhe, im Penzach, im Waldgebiet Asbach, am "Fliegenschwamm" sowie beim "Hütbrunnenweg" mit Tannen, Fichten und Föhren aufforsten und Waldwege anlegen. Bei den älteren Vohenstraußern sind sie als "Thelemannanlagen" bekannt.

Für Feiern angefragt

Wappmann spielte auf Anfragen aus der Bevölkerung an, um private Feiern dort abhalten zu können. Dazu fehlten aber elementare Voraussetzungen im Stadtwald, entgegnete der Rathauschef. Er könne nur vor der Freigabe für private Feierlichkeiten warnen. Allein wegen des Brandschutzes werde vermutlich ein ganzer „Rattenschwanz“ an Verwaltungsaufgaben zu bewältigen sein, auch hinsichtlich Versicherungsfragen. Zudem fehle die gesamte Logistik vor Ort. „A Feierhaisl daraus zu machen, kann nicht unser aller Ziel sein.“

Uli Münchmeier brachte als Anregung für die Penzachhütte einen „Lernort Natur“ für die Schulen ins Spiel. Vielleicht könne man sich dazu einmal Gedanken mit den Bildungsstätten vor Ort machen. Man werde sich zu gegebener Zeit mit dem Bürgerverein über die weitere Vorgehensweise besprechen, hieß es.

Geld für die Jugendarbeit

Stadtkämmerer Rainer Dötsch erklärte Details zur Förderung der Jugendarbeit in der Großgemeinde. Der Ansatz gemäß Haushaltsplan sei bereits mit 2850,08 Euro fast vollständig ausgeschöpft. Für Jugendbildungsmaßnahmen wie das Konfirmandenwochenende im laufenden Jahr erhält die Evangelische Jugend 97,09 Euro. Für das Jugendzeltlager gehen 143,15 Euro an die Katholische Kirchenstiftung. Auch für Material für die Jugendbetreuung, Verbrauchsmittel und Schreibwaren erhält die Kirchenstiftung 255,65 Euro. Derselbe Betrag wird auch der Evangelischen Jugend zukommen. Der Oberpfälzer Waldverein erhält für die Bewirtung der Helfer bei der Christbaumaktion 294,60 Euro und der Kreisjugendring für das „Fifty-Fifty“-Taxi einen Zuschlag von 500 Euro.

Eifrige Saubermänner

Die Müllsäcke für die „Rama-dama“-Aktion listete Dötsch mit dem Betrag in Höhe von 63,14 Euro auf. Richtig teuer wurde heuer die Bewirtung der Helfer bei der „Rama-dama“-Aktion, da fast 150 Helfer zum Mitmachen antraten. Insgesamt kamen dabei 1240,80 Euro an Kosten zusammen. Das zahle man jedoch gerne, ließen die Gremiumsmitglieder verlauten, da es sich dabei um eine ganz tolle Aufräumaktion handle.

Weiter ging Dötsch auf die Förderbeträge der Jugendarbeit bei den Freiwilligen Feuerwehren der Großgemeinde ein. Dafür stehen insgesamt 5000 Euro im Haushalt zur Verfügung. 4300 Euro wurden schon abgerufen. Zum genehmigten Sockelbetrag von 100 Euro je Jugendfeuerwehr komme jeweils der Teilnehmerbetrag bei den verschiedensten Jugendaktionen. Das Vereinskonto der Stützpunktwehr wird mit 2507,01 Euro von städtischer Seite aufgefüllt. Die Feuerwehr Altenstadt erhält 368,06 Euro; Böhmischbruck 509 Euro; Oberlind 373,59 Euro; Kaimling 550,45 Euro; Roggenstein 229,88 Euro; Waldau 462,02 Euro. Wutzlhofer freute sich, dass alle Feuerwehren in der Großgemeinde fleißig Jugendarbeit betreiben. „Das war nicht immer so.“

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