18.09.2019 - 16:03 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Präventives Training für die Fahrzeugführer

Fahrzeugführer der Feuerwehren des Landkreises üben mit einem Trainingssimulation die Fahrten zum Einsatzort. Kreisbrandrat Marco Saller zieht eine positive Bilanz.

Das Foto zeigt einen Lehrgangsteilnehmer beim Absolvieren einer Einsatzfahrt im Fahrsimulator.
von Externer BeitragProfil

Der Landesfeuerwehrverband Bayern bietet für seine Mitglieder ein einzigartiges Trainingsangebot für Maschinisten an. Seit 2013 erfolgt eine erfolgreiche Kooperation zwischen Versicherungskammer Bayern und dem Bayerischen Staatsministerium des Innern und Integration, die sich Sondersignal-Fahrt-Trainer (SFT) nennt. Im Landkreis Neustadt konnten die Fahrzeugführer erstmals zusammenhängend im Feuerwehrhaus Vohenstrauß sowie im Katastrophenschutzzentrum des Landkreises in Neuhaus trainieren. „Insgesamt 65 Maschinisten wurde mit dem Fahrsimulator ausgebildet“, berichtet Kreisbrandrat Marco Saller.

Er und sein für die Ausbildung Maschinisten zuständiger Kreisbrandinspektor Martin List konnten erstmals den SFT für zwei Wochen gewinnen: „Der Einsatz hat sich gelohnt", ziehen Saller und List Bilanz. Das Übungsobjekt ist wichtig, da Einsatzfahrten mit Blaulicht und Martinhorn in der Regel mit einem höheren Unfallrisiko verbunden sind. „Das ist achtmal so hoch“, ergänzt Saller.

Das Verhaltenstraining trägt zur Sicherheit der Fahrzeugführer bei. Das Tagesseminar umfasst einen Theorieteil sowie verschiedene praktische Einsatzfahrten im Simulator. Als wichtigste theoretische Grundlagen zählen die Straßenverkehrsordnung, die rechtlichen Grundlagen zu Sonder- und Wegerechten sowie die Entwicklung von Fahrstrategien.

In den praktischen Übungsfahrten werden zu dem Fehlindikatoren eingebaut, die den Fahrzeugführer entsprechend fordern. Als Störfaktoren bei Einsatzfahrten können die unterschiedlichen Verkehrsräume (wie zum Beispiel Landstraßen, Autobahnen, Stadtverkehr), das unvorhersehbare Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer als auch die unterschiedlichen Sichtbehinderungen genannt werden. Die Teilnehmer sollen für plötzliche Ereignisse und Gefahrenwahrnehmungen sensibilisiert werden.

Die Evaluation durch die Übungsteilnehmer fiel durchwegs positiv aus. Das persönliche Feedback in der Videoanalyse durch Fahrtrainerin Sandra Reichert von der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg hilft den Teilnehmer ihr eigenes Fahrverhalten zu reflektieren. Für den täglichen Einsatzdienst nehmen alle eine neue Erfahrung mit.

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