Die „O’Schnitt-Kirwa“ oder der Ägidiusmarkt mit den Ständen und Verkaufsbuden rückt bei den Besuchern offenbar immer mehr in den Hintergrund. Was vielmehr die Gäste aus der Umgebung anzieht, sind nachmittags die offenen Ladentüren einzelner Fachgeschäfte. Nur 4 der angemeldeten 15 Fieranten bauten am Sonntagmorgen bei Regenwetter und gerade einmal herbstlichen 12 Grad Celsius ihre Stände am Marktplatz vor dem Rathaus auf. Die Pfarrgasse, normalerweise immer für den Durchgangsverkehr gesperrt, um den Fußgängern ungehindertes und sicheres passieren zur ermöglichen, blieb für den Verkehr offen. Unter den Anbietern befanden sich ein Honigproduzent, ein Naschparadies mit Mandelbrennerei, selbstgemachte mediterrane Feinkost und ein 50-Cent-Artikel-Anbieter. Das war’s.
An der Linglmühle produzieren die fleißigen Bienen von Maiers Honigladen aus Weiden das süße Gold, das Siegfried Maier mit seiner Ehefrau auf dem Markt anbot. Dazu gab es allerhand aus der Imkerei mit Kerzen aus reinem Bienenwachs, Geschenksets, Imkereibedarf und einen Anschauungskasten mit den emsigen Tierchen, bei dem die Besucher gerne stehen blieben und sich über das gesunde Nahrungsmittel informierten. Am Nachmittag kamen die Besucher aus dem Umland nach Vohenstrauß, um sich hauptsächlich in den Fachgeschäften umzusehen. Georg Lang bedauerte jedoch, dass nur wenige Ladenbesitzer ihre Türen öffneten und die Gewerbetreibenden bei derartigen Ereignissen keine Einheit bilden. „Die Leute kommen und kaufen auch“, zeigte sich der Inhaber der Lang-Geschäfte zufrieden. Er würde nur ungern auf diesen zusätzlichen Verkaufstag verzichten wollen. Immerhin verkaufe er das Vierfache eines „normalen“ Geschäftstags. Noch dazu sei er in der näheren Umgebung das einzige Baby- und Lederartikel-Fachgeschäft mit großer Auswahl.















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