13.01.2020 - 10:03 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Royaler Besuch beim Mitarbeiterdankabend

In festlichen Gewändern gekleidet und Kronen oder Turban auf dem Haupt statteten heuer Sterndeuter mit einer großen Schatzkiste einen Besuch im Gemeindehaus ab und lobten die vielen Helfer in der Kirchengemeinde.

Vier nicht alltägliche Könige statteten heuer den aktiven Gemeindemitgliedern beim Mitarbeiterdankabend einen Besuch im Gemeindehaus ab. Jeder Gast durfte sich aus der königlichen Schatztruhe bedienen.
von Elisabeth DobmayerProfil

„Stern über Bethlehem zeig uns den Weg, führ uns zur Krippe hin, zeig wo sie steht. Führe du uns voran, bis wir dort sind, Stern über Bethlehem, führ uns zum Kind“, zog die Sternsingergruppe singend über die Treppen ins Gemeindehaus ein. Doch es waren keine gewöhnlichen Sterndeuter. Royalen Besuch erhielten heuer überraschend die Teilnehmer des Mitarbeiterdankabends im evangelischen Gemeindehaus.

Sternträger (Uli Münchmeier, stellvertretender Vertrauensmann im Kirchenvorstand) mahnte die Könige Balthasar, Melchior und Kaspar (Stadtpfarrer Dieter Schinke, Diakon Fabian Endruweit und die Vertrauensfrau im Kirchenvorstand, Ulrike Kießling) zu Eile an, denn immerhin wollte die heilige Schar bereits am Montag in Vohenstrauß eintreffen.

„Wir haben uns saumäßig verspätet. Heute ist schon Freitag“, heuerte Münchmeier seine Truppe an. Schuld sei der Halbrentner (Pfarrer Schinke) der laufend Pausen brauche. Der wiederum lamentierte, dass er wegen der großen Lichtverschmutzung mit Neonlichtern, Straßenlaternen und Autos mit Fernlicht den Stern nicht mehr richtig folgen konnte. „Halbblind ist er auch noch“, meinte einer der Könige sorgenvoll. Mit dem Besuch wolle man danke sagen, für alles, was die Ehrenamtlichen während des Jahres in der Kirchengemeinde leisteten. Dadurch hätten sie sich ein gutes Essen an diesem Abend mehr als verdient. „Wir sind gern zu euch gekommen, um euch zu loben und mit euch einen schönen unterhaltsamen Abend zu verbringen“, versicherte Stadtpfarrer Schinke.

Bevor aber alle ans Büffet durften, hieß es ein, Zahlenquiz zu bestehen, um sich aus der königlichen Schatztruhe, die die Könige im Schlepptau brachten, bedienen zu dürfen. Pfarrer Schinke stellte die erste Frage und wollte wissen, was fünf Mal 1100 bedeute. Wie aus der Pistole geschossen wusste Lydia Großmann, dass es sich dabei um die Auflage des Gemeindebriefs handelt. Der Dank galt allen, die sich in irgendeiner Weise im Arbeitskreis Internet, beim Gemeindebrief in der Redaktion oder als Austräger einbringen. Die Zahl 97 stand für das Bestehen des Frauenbunds, der bald 100 Jahre alt wird. „Danke für euer Engagement.“ 1897 errieten die Anwesenden als Gründungsdatum des Hilfsvereins. Jahrzehntelang bringen sich manche Mitglieder hier ein und treffen wegweisende Entscheidungen für die Kirchengemeinde.

9 von 350 markierte die Zahl der diesjährigen Konfirmanden und die Gesamtzahl der Konfirmanden im Dekanat beim Konfi-Festival. Jeder der sich in der Jugendarbeit in der Kirchengemeinde einbringt, durfte sich aus der Schatztruhe bedienen. 60 stand für den Posaunenchor, der am ersten Adventssonntag vor wenigen Wochen sein 60-jähriges Bestehen feierte. Dazu zählten aber auch alle, die sich in der Kirchenmusik einbringen, wie Kirchenchor, Chor Vivace, Band und die Organisten. 27 Containermodule wurden im Haus für Kinder Gottfried Sperl aufgestellt. „Wir investieren in Kinder und Familien“, versicherte Fabian Endruweit, als er diese beeindruckende Zahl präsentierte. Die Zahl 7 markierte die verschiedenen Gottesdienststationen. Dabei durften sich alle Lektoren, Prädikanten, Mesner und Helfer bis hin zur Autobahnkirche eingeschlossen fühlen.

1 162 454,95 Euro liegen vorerst als Baukostenschätzung für die Renovierung des ersten Bauabschnitts der evangelischen Stadtkirche vor, verriet Uli Münchmeier in diesem Zusammenhang. Für den Kirchenvorstand kennzeichnete die Zahl 12 die monatlichen Sitzungen, in denen es viel zu organisieren gibt. Die Summe von 850 ergibt sich aus dem Alter der Teilnehmer des Seniorenkreises und 1124 stand für die Ökumene, denn damals wurde die denkwürdige Kirchenweihe der heutigen Simultankirche vorgenommen, mit der auch die Erstnennung des Ortes Vohendreze verbunden ist. Die Ziffern „2+2+1“ standen für „zwei Hände, zwei Füße und ein Herz“, die verdeutlichten, dass in der Kirchengemeinde stets viele Helfer tatkräftig anpacken, wann immer Hilfe notwendig ist. Dazu gehörten auch die Sammler- und Besuchsdienste.

Vier nicht alltägliche Könige statteten heuer den aktiven Gemeindemitgliedern beim Mitarbeiterdankabend einen Besuch im Gemeindehaus ab. Jeder Gast durfte sich aus der königlichen Schatztruhe bedienen.
Vier nicht alltägliche Könige statteten heuer den aktiven Gemeindemitgliedern beim Mitarbeiterdankabend einen Besuch im Gemeindehaus ab. Jeder Gast durfte sich aus der königlichen Schatztruhe bedienen.
Vier nicht alltägliche Könige statteten heuer den aktiven Gemeindemitgliedern beim Mitarbeiterdankabend einen Besuch im Gemeindehaus ab. Jeder Gast durfte sich aus der königlichen Schatztruhe bedienen.
Vier nicht alltägliche Könige statteten heuer den aktiven Gemeindemitgliedern beim Mitarbeiterdankabend einen Besuch im Gemeindehaus ab. Jeder Gast durfte sich aus der königlichen Schatztruhe bedienen.
Vier nicht alltägliche Könige statteten heuer den aktiven Gemeindemitgliedern beim Mitarbeiterdankabend einen Besuch im Gemeindehaus ab. Jeder Gast durfte sich aus der königlichen Schatztruhe bedienen.
Vier nicht alltägliche Könige statteten heuer den aktiven Gemeindemitgliedern beim Mitarbeiterdankabend einen Besuch im Gemeindehaus ab. Jeder Gast durfte sich aus der königlichen Schatztruhe bedienen.
Vier nicht alltägliche Könige statteten heuer den aktiven Gemeindemitgliedern beim Mitarbeiterdankabend einen Besuch im Gemeindehaus ab. An der königlichen Schatztruhe hatten sie schwer zu schleppen. Ulrike Kießling, Fabian Endruweit, Stadtpfarrer Dieter Schinke und Uli Münchmeier (von links nach rechts) schlüpften in die Gewänder.
Vier nicht alltägliche Könige statteten heuer den aktiven Gemeindemitgliedern beim Mitarbeiterdankabend einen Besuch im Gemeindehaus ab. Jeder Gast durfte sich aus der königlichen Schatztruhe bedienen.
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